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Bundesfachplanung Urberach - Weinheim

In der Bundesfachplanung wird von der Bundesnetzagentur ein Trassenkorridor für den Verlauf der Leitung festgelegt. Erst danach wird der konkrete Verlauf innerhalb des Korridors in einem Planfeststellungsverfahren festgelegt.

Bei der Planung all unserer Projekte zur Modernisierung von Leitungen und Umspannanlagen ist uns eines wichtig: Der Bau und spätere Betrieb sollen Mensch und Natur möglichst wenig belasten. Die Bundesfachplanung schreibt eine Methode vor, mit der wir die Vorschläge für Trassenkorridore erarbeiten: In einer Planungsellipse zwischen zwei Netzverknüpfungspunkten werden Trassenkorridore gesucht, verglichen und bewertet.

Als Orientierung dienen unter anderem folgende Planungsgrundsätze:

  • Wo es geht, sollte eine neue Stromverbindung mit vorhandener Infrastruktur gebündelt werden – andere Stromleitungen, Straßen oder Eisenbahnstrecken.
  • Sie sollte bestehende Trassen nutzen, sodass ein Leitungsneubau weitgehend vermieden werden kann.
  • Die Leitung sollte Siedlungen möglichst nicht beeinträchtigen.
  • Sie sollte möglichst nicht durch Schutzgebiete verlaufen.
  • Die Leitung sollte insgesamt so kurz wie möglich sein.

Auf dieser Basis schlagen die Netzbetreiber eine Vorzugstrasse sowie wenn möglich eine Alternativroute vor.

Diese Planungsgrundsätze wenden wir auch auf der Strecke Urberach – Weinheim an. Die Netzverstärkung der bestehenden Leitungen und die Nutzung bestehender Trassenräume sind aus unserer Sicht die sinnvollste Lösung, die wir bei der Bundesfachplanung als Vorzugstrasse vorstellen werden. Wir müssen zwar zwischen Griesheim und Weinheim auf einer Strecke von knapp 40 Kilometern ein neues Leitungsstück bauen. Wir können dort aber größtenteils eine alte Leitung durch die leistungsstärkere ersetzen.

Beteiligungsverfahren

Nach einer öffentlichen Antragskonferenz in der Region legt die Bundesnetzagentur den Untersuchungsrahmen fest. Sie gibt damit vor, welche Unterlagen Amprion für das Verfahren vorlegen muss. Auf Basis dieser Unterlagen findet die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Die Antragskonferenz ist also nur der Beginn des formellen Beteiligungsverfahrens. Die Öffentlichkeit hat mehrfach die Möglichkeit, sich mit Stellungnahmen und ihrer Teilnahme an formellen Terminen zu beteiligen.

Die Transparenz der Planung sowie der Austausch mit den Kommunen, Verbänden und Bürgern sind Amprion sehr wichtig. In Vorbereitung der Bundesfachplanung bietet Amprion vor den formellen Beteiligungsmöglichkeiten öffentliche Informationsveranstaltungen für Bürger an.