Dialogportal Direktzu Amprion

Planungsstand Kruckel - Dauersberg

Für die Genehmigung der Abschnitte A bis C sowie E in Nordrhein-Westfalen ist die Bezirksregierung Arnsberg zuständig, für den Abschnitt D in Rheinland-Pfalz die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz (SGD Nord). Der Abschnitt A1 befindet sich im Planfeststellungsverfahren, für Abschnitte A2, B und C wird das Planfeststellungsverfahren vorbereitet und für die Abschnitte D und E wurde bereits ein Planfeststellungsbeschluss erteilt. Nähere Informationen erhalten Sie auch bei den verfahrensführenden Behörden.

Abschnitt A1: Kruckel (Dortmund) - Garenfeld (Hagen)

Die Bezirksregierung Arnsberg hat im dritten Quartal 2015 für den etwa elf Kilometer langen Abschnitt das Planfeststellungsverfahren eröffnet und die Planfeststellungsunterlagen ausgelegt. Als Vorhabenträger haben wir auf Bürgerinfomärkten und in Bürgersprechstunden an verschiedenen Orten nahe der geplanten Freileitung über unsere Planungen informiert.

Der Erörterungstermin für diesen Genehmigungsabschnitt fand vom 21. bis zum 22. März 2017 im Saalbau in Witten statt. Am ersten Tag nahmen knapp 200 Einwender, am zweiten rund 65 teil. Wir konnten umfassend darlegen, warum wir den Bau in der Bestandstrasse beantragt haben und die Autobahnvariante keine vorzugswürdige Alternative darstellt. Die Bezirksregierung Arnsberg hat mehrere Prüfanträge entgegengenommen. Sie wird die Prüfanträge nun bewerten und darüber entscheiden, ob ergänzende Informationen oder weitere Fachgutachten erforderlich sind.

Zwischen den Abschnitten A1 und A2 befindet sich die Umspannanlage Garenfeld, die Amprion im Zuge des Leitungsbauprojektes auf 380 Kilovolt ausbaut. Der erste Teil der landschaftsbaulichen Maßnahmen des Grünflächenkonzeptes wurde abgeschlossen. Die baulichen Arbeiten zur Errichtung der Umspannanlage haben begonnen.

Abschnitt B: Punkt Ochsenkopf (Iserlohn) - Punkt Attendorn

Der Trassenabschnitt B zwischen den Übergabepunkten Ochsenkopf und Attendorn im Kreis Olpe ist gut 45 Kilometer lang. Derzeit ist das Planfeststellungsverfahren in Vorbereitung, die Unterlagen sollen 2017 eingereicht werden. Im Rahmen der Vorbereitung hat Amprion die kommunalen Spitzenvertreter informiert und das weitere Vorgehen erläutert. Im November 2016 haben wir, verteilt über das 35 Kilometer lange Teilstück, mehrere Bürgerinfomärkte durchgeführt, auf denen wir im Detail über das Projekt informiert haben.

Abschnitt C: Punkt Attendorn - Landesgrenze Rheinland-Pfalz

Die Planfeststellungsunterlagen für diesen etwa 42 Kilometer langen Abschnitt wollen wir im ersten Halbjahr 2017 bei der Bezirksregierung Arnsberg einreichen.

Wir haben die zahlreichen Anregungen, die wir im Rahmen von unseren Infomärkten in 2016 zu der geplanten Trassenführung sowie zu der Umspannanlage Junkernhees erhalten haben, in der Zwischenzeit geprüft und werden – wo möglich –diese bei der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen berücksichtigen. Der Termin für die Auslage der Planfeststellungsunterlagen wird frühzeitig bekanntgegeben.

Um unsere Standortsuche für die geplante Umspannanlage in Junkernhees so nachvollziehbar wie möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschieden, den Bau im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für diesen Trassenabschnitt zu beantragen.

Abschnitt D: Landesgrenze Rheinland-Pfalz - Dauersberg

Am 15. Dezember 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Planfeststellungsbeschluss für den 16 Kilometer langen rheinland-pfälzischen Genehmigungsabschnitt bestätigt. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatten die beiden rheinland-pfälzischen Ortsgemeinden Brachbach und Mudersbach geklagt. Für Vorhaben nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) besteht die Besonderheit einer erst- und letztinstanzlichen Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts. Weitere Klageverfahren sind ausgeschlossen. Der Gesetzgeber will damit eine Beschleunigung der EnLAG-Vorhaben als vordringliche Infrastrukturprojekte auch in Gerichtsverfahren sicherstellen.

Abschnitt E: Punkt Mudersbach - Eiserfeld (Siegen)

Für den ca. 1,2 Kilometer langen Abschnitt E wurde Ende Juli 2015 durch die Bezirksregierung Arnsberg ein Planfeststellungsbeschluss erteilt. Die Ortsgemeinde Mudersbach hat ihre Klage zurückgenommen. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Klageverfahren eingestellt.