Planungsstand Kruckel - Dauersberg

Für die Genehmigung der Abschnitte A1 bis C sowie den nordrhein-westfälischen Teil des Abschnitts E ist die  Bezirksregierung Arnsberg zuständig, für den Abschnitt D in Rheinland-Pfalz die  Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz (SGD Nord). Für die Abschnitte A1 und D sowie einem Teil von E wurden bereits Planfeststellungsbeschlüsse erlassen. Die Abschnitte B und C befinden sich zurzeit in der Planfeststellung. Für den Abschnitt A2 bereiten wir das Planfeststellungsverfahren vor.

Abschnitt A1: Kruckel (Dortmund) - Garenfeld (Hagen)

Die Genehmigung für den rund elf Kilometer langen ersten Genehmigungsabschnitt (A1) zwischen den Umspannanlage (UA) Kruckel und Garenfeld liegt vor und das  Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Planfeststellungsbeschluss der Behörde vollumfänglich bestätigt.

Der Genehmigungsabschnitt A1 ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt verläuft von der UA Kruckel bis zum Koepchenwerk, der zweite vom Koepchenwerk bis zur UA Garenfeld. Die Inbetriebnahme des gesamten Genehmigungsabschnitts ist derzeit für Anfang 2022 geplant.

Die aktuellen Pressemitteilungen zum Bauablauf finden Sie hier.

Abschnitt A2: Umspannanlage Garenfeld (Hagen) - Punkt Ochsenkopf (Iserlohn)

Auf dem rund zehn Kilometer langen Leitungsabschnitt A2 stehen in Hagen-Hohenlimburg zwei Trassenführungsvarianten zur Diskussion. Beide, sowohl ein möglicher Neubau in der Bestandstrasse als auch eine nordöstliche Umgehung im Bereich Hagen-Reh, wurden 2011 im behördlichen Raumordnungsverfahren als raumverträglich bewertet.

Zur Leitungsführung im Bereich Hagen hat es einen rund 15 Monate langen Dialogprozess gegeben. Am Runden Tisch waren alle betroffenen Interessengruppen vertreten. Die Variante Hagen-Reh wurde nach umfangreicher Prüfung der zu betrachtenden Schutzgüter als nicht rechtssicher bewertet. Wir werden daher den Bau der 380-Kilovolt-Höchstspannungsfreileitung in der Bestandstrasse in Hagen-Henkhausen beantragen.

Die Pressemitteilung zu dieser Entscheidung finden Sie  hier

Das Ergebnis Runder Tisch finden Sie hier.

Abschnitt B: Punkt Ochsenkopf (Iserlohn) - Punkt Attendorn

Der Trassenabschnitt B zwischen den Übergabepunkten Ochsenkopf im Märkischen Kreis und Attendorn im Kreis Olpe ist gut 36 Kilometer lang. Im Oktober 2018 haben wir die Planfeststellungsunterlagen bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen durch die Bezirksregierung fand vom 6. November bis zum 5. Dezember 2018 statt. Die Einwendungsfrist endete am 19. Dezember 2018.

Wir haben alle ins Planfeststellungsverfahren eingebrachten Einwendungen und Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange (TÖB) gesichtet und ausgewertet. Nach einer  intensiven Prüfung sind wir zu dem Ergebnis gekommen, in diesem Abschnitt in großen Teilen einen Wechsel der Mastform vorzunehmen.

Aufgrund des bereits laufenden Verfahrens gibt es eine sogenannte Planänderung. Diese Planänderung wurde über ein sogenanntes Deckblattverfahren bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Für den Genehmigungsabschnitt B gibt es zwei Deckblätter, welche kreisweise erstellt und eingereicht wurden. Das erste Deckblatt wurde für den nördlichen Bereich, für den Kreis Olpe, im Juli 2020 und das zweite für den Märkischen Kreis im Dezember 2020 eingereicht.

Weitere Informationen finden Sie  hier.

Da aufgrund der Corona-Pandemie keine Präsenztermine stattfinden konnten, haben wir die Offenlage dieser Planänderungen mit telefonischen Bürgersprechstunden begleitet.

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage wird der Erörterungstermin für den Genehmigungsabschnitt B nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Anstelle dessen gibt es nach § 5 Plansicherstellungsgesetz (PlanSiG) eine Online-Konsultation. Dazu hat die Bezirksregierung Arnsberg allen Einwender*innen und Absender*innen einer Stellungnahme Zugangsdaten zu einer Online-Plattform zukommen lassen. Die Online-Konsultation läuft seit dem 21.06.2021 und erstreckt sich über den Zeitraum eines Monats.

Informationen zum Planfeststellungsverfahren und zur Online-Konsultation und die Bekanntmachung finden Sie auf den Internetseiten der Bezirksregierung.

Abschnitt C: Punkt Attendorn - Landesgrenze Rheinland-Pfalz

Den Antrag auf Planfeststellung für diesen etwa 37 km langen Planungsabschnitt haben wir im Dezember 2017 bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt. In diesem Abschnitt wurde die Genehmigung der dort notwendigen neuen Umspannanlage in das Planfeststellungsverfahren der Leitungsführung integriert.

Der Erörterungstermin, zu dem die Bezirksregierung Arnsberg eingeladen hat, fand vom 26. bis zum 28. November 2018 in der Stadthalle Attendorn statt.

Nachdem wir die eingereichten Stellungnahmen und Erkenntnisse aus dem Erörterungstermin ausgewertet haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, auch in diesem Abschnitt in großen Teilen  einen Wechsel der Mastform vorzunehmen.

Aktuell überprüfen wir sämtliche Maststandorte auf ihre Mastform. Analog zum Vorgehen im Genehmigungsabschnitt B, planen wir die die Planänderungen ebenfalls kreisweise zu erstellen und einzureichen. Für den Kreis Olpe und für den Kreis Siegen-Wittgenstein ist die Einreichung in 2021 geplant.

Abschnitt D: Landesgrenze Rheinland-Pfalz - Dauersberg

Im Juli 2017 haben wir mit Wegebauarbeiten begonnen. Erste Gründungsarbeiten für die Mastfundamente haben im Sommer 2018 stattgefunden. Die Errichtung erster Maste ist für 2019 terminiert. Am 15. Dezember 2016 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Planfeststellungsbeschluss für den 16 Kilometer langen rheinland-pfälzischen Genehmigungsabschnitt bestätigt. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatten die beiden rheinland-pfälzischen Ortsgemeinden Brachbach und Mudersbach geklagt.

Abschnitt E: Punkt Mudersbach - Eiserfeld (Siegen)

Für den ca. 1,2 Kilometer langen Abschnitt E wurde Ende Juli 2015 durch die Bezirksregierung Arnsberg ein Planfeststellungsbeschluss erteilt. Die Ortsgemeinde Mudersbach hat ihre Klage zurückgenommen. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Klageverfahren eingestellt.