Karriere bei Amprion

Planungsstand Cloppenburg - Merzen

Abschluss des Raumordnungsverfahrens frühestens 2019

Auf Basis der Antragskonferenz im September 2015 hat das für das Raumordnungsverfahren zuständige Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems am 20.November 2015 den Untersuchungsrahmen für die Raumordnung festgelegt. Damit steht fest, welche Varianten zu untersuchen sind und welche Informationen die Antragsunterlagen für das Genehmigungsverfahren enthalten müssen.

Im Raumordnungsverfahren selbst wird noch kein konkreter Leitungsverlauf betrachtet, sondern ausschließlich 1 km breite Korridore. Im Rahmen des Raumordnungsverfahren wird das Vorhaben sowie dessen Korridorvarianten daraufhin untersucht, ob und inwieweit diese mit den Erfordernissen der Raumordnung (Ziele, Grundsätze, Erfordernisse der Raumordnung) übereinstimmen. Durch die integration der Umweltverträglichkeitsprüfung soll des Weiteren gewährleistet werden, dass die durch das Vorhaben bedingten unvermeidbaren Eingriffe und Umweltbelastungen auf das notwendige Maß reduziert werden. Das ROV dient folglich dazu, vor der abschließenden Entscheidung im Planfeststellungsverfahren die raumordnerische Verträglichkeit des Vorhabens zu klären.

Zur Einleitung des Raumordnungsverfahrens hat Amprion am 18. Oktober 2017 den von Seiten der Vorhabenträger vorzugswürdigen Korridor für den Bau der Höchstspannungsleitung von Cloppenburg bis Merzen benannt. Der favorisierte Korridor A/B läuft von Cloppenburg zunächst in westliche Richtung, um dann bei Hemmelte (Gemeinde Lastrup) weiter in Richtung Süden zu führen. Hier verläuft die Trasse westlich entlang der Gemeinde Essen (Oldenburg), der Stadt Quakenbrück, der Gemeinde Badbergen und der Samtgemeinde Bersenbrück. Der Korridor quert die Gemeinde Ankum östlich und verläuft dann weiter Richtung Süden über die Ausläufe der Ankumer Höhen Richtung Merzen.

Alle Antragsunterlagen, u. a. auch eine Kartendarstellung des favorisierten Korridors, stehen Ihnen auf der Internetseite der zuständigen Behörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems zur Verfügung.

Die ortsübliche öffentliche Bekanntmachung und Auslegung der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren bei den betroffenen Gemeinden erfolgte bis zum 12. Februar 2018. Im Rahmen des Beteiligungsverfahren hatten die sogenannten „Träger öffentlicher Belange“, sowie private Personen die Möglichkeit sich zum Vorhaben zu äußern. Die vorgebrachten Anmerkungen wurden im Anschluss durch die Vorhabenträger geprüft und entsprechend erwidert.

In einem nächsten Schritt hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems zu einem nicht öffentlichen Erörterungstermin für Anfang Dezember 2018 eingeladen.

Mit der landesplanerischen Feststellung rechnet Amprion nach heutigem Stand frühestens im ersten Halbjahr 2019. Zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens empfiehlt die zuständige Behörde mit der sogenannten landesplanerischen Feststellung einen Korridor für die geplante Leitung. Diese Empfehlung dient den Vorhabenträgern als Planungsgrundlage für das anschließende Planfeststellungsverfahren. Erst im Zuge der Planungen für das Planfeststellungsverfahren wird über den exakten Trassenverlauf inkl. der Maststandorte, möglicher Erdkabelabschnitte sowie der der potentiellen Kabelübergabestationen entschieden.

Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens

Nach dem Beschluss der landesplanerischen Feststellung soll im eigentlichen Genehmigungsverfahren, dem sogenannten Planfeststellungsverfahren, der exakte Trassenverlauf festgelegt werden. Der Antrag auf das Planfeststellungsverfahren erfolgt bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Auch hier haben alle Bürger und Kommunen die Möglichkeit, Anmerkungen und Stellungnahmen vorzubringen.

Um den zeitgerechten Ablauf des Planfeststellungsverfahrens zu gewährleisten, sind bereits frühzeitig weiterführende Vorarbeiten notwendig. Hierbei handelt es sich insb. um artenschutzrechtliche Kartierungsarbeiten und Luftbildbefliegungen.

Um die Kartierarbeiten und technischen Planungen für das Planfeststellungsverfahren bestmöglich vorzubereiten wurde am 08.03.2018 ein sogenannter Scopingtermin durchgeführt. Der Scopingtermin dient insb. der bestmöglichen Vorbereitung der umweltfachlichen Gutachten. Zu diesem Termin hatte die für das Planfeststellungsverfahren zuständigen Behörde, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, eingeladen.

Die artenschutzrechtlichen Kartierungsarbeiten haben Ende Februar 2018 begonnen und können bis Juli 2019 andauern. Betroffene Gebiete werden nur kurzzeitig betreten. Soweit erforderlich, erfolgt eine Befahrung nur auf vorhandenen Wegen. Die Berechtigung zur Durchführung solcher Vorarbeiten ergibt sich aus § 44 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

Mit dem Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses beginnen wir mit dem Bau der neuen 380-Kilovolt-Leitung. Die Gesamtinbetriebnahme der Leitung Conneforde – Cloppenburg – Merzen ist derzeit für das Jahr 2024 vorgesehen.