Karriere bei Amprion

Umspannanlage Kriftel

Amprion betreibt die Umspannanlage im Krifteler Läusgrund seit 2004. Die mit 380 Kilovolt über die Freileitungen transportierte Energie wird in der Anlage heruntertransformiert und anschließend über das 110-Kilovolt-Netz regional verteilt.

Die Anlage leistet einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Stromversorgung im nordwestlichen Rhein-Main-Gebiet und des Industrieparks Höchst. Von 2016 bis 2018 hat Amprion die Anlage um eine Hybridanlage zur Blindleistungskompensation sowie um vier 380-Kilovolt-Schaltfelder, eine Sammelschiene und eine Umgehungsschiene erweitert.

Spannung halten

Für die Energieübertragung mit Wechselstrom ist Blindleistung erforderlich. Sie stützt die Spannung im Netz bei der Übertragung großer Leistungen über weite Strecken. Solche weiträumigen Stromtransporte sind zum Beispiel erforderlich, um Windstrom aus dem Norden im industriereichen Süden Deutschlands nutzen zu können. Bisher wurde sie vor allem von den Generatoren der Großkraftwerke bereitgestellt. Da viele von ihnen im Zuge der Energiewende vom Netz gehen, reagiert Amprion mit der Installation von Blindleistungskompensationsanlagen. Mithilfe von Blindleistung kann die Spannung im Stromnetz je nach Bedarf angehoben oder abgesenkt werden.

Blindleistungskompensationsanlagen

In Kriftel hat Amprion zwei dieser Anlagen errichtet: Einen mechanisch geschalteten Kondensator mit Dämpfungsnetzwerk (MSCDN) sowie eine leistungselektronische Kompensationsanlage (STATCOM). Je nach Bedarf können sie die Spannung im Netz anheben oder senken und sichern.

Gemeinsam bilden diese beiden Anlagen zur Blindleistungskompensation die erste Hybridanlage bei Amprion und die leistungsstärkste ihrer Art im deutschen Netz. Sie wurde mit dem Systempartner Siemens errichtet und wird nach erfolgreichem Probebetrieb im Sommer 2019 offiziell in Betrieb genommen.

Aufgrund der zentralen Lage im Netzbereich des Frankfurter Raums sowie auf der Nord-Süd-Achse eignet sich die Umspannanlage Kriftel besonders gut für die Anbindung von Blindleistungskompensationsanlagen.

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Joëlle Bouillon
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