ALEGrO

 BBPlG, Vorhaben 30 | Oberzier - Bundesgrenze Belgien

Amprion und der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia haben im November 2020 die erste direkte Stromverbindung zwischen Deutschland und Belgien in Betrieb genommen. Der Interkonnektor ist rund 90 Kilometer lang und trägt den Namen Aachen Lüttich Electricity Grid Overlay (ALEGrO). Die Transportkapazität von ALEGrO beträgt rund 1.000 Megawatt (MW). Die Leitung nutzt die Technik der Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) und wurde als Erdkabel gebaut.

Ab dem 18. November 2020 steht die Verbindung für den europäischen Strommarkt zur Verfügung (Day-Ahead). Anschließend gehen ab dem 8. Dezember 2020 die Intraday-Kapazitäten an den Markt. Die Vergabe von Langfristkapazitäten startet Anfang 2021.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung zur Inbetriebnahme am 9. November 2020 finden Sie  hier.

Bedarf

Damit der europäische Stromhandel wachsen kann, muss auch das Netz mitwachsen. Mit ALEGrO entstand die erste direkte Stromverbindung zwischen Deutschland und Belgien und stellt so dringend erforderliche Netzkapazitäten für grenzüberschreitende Stromflüsse bereit. Gleichzeitig stärkt ALEGrO die Versorgungssicherheit im Raum Aachen-Köln.

Das Vorhaben findet innerhalb des Trans-European Energy Networks (TEN-E) statt. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt mit Fördermitteln aus dem TEN-E-Programm. Des Weiteren wurde das Projekt in die  Liste der sogenannten PCI-Vorhaben der  Europäischen Union aufgenommen: Es ist ein „Project of Common Interest“ – ein Projekt von gemeinsamem Interesse mit vordringlichem Bedarf. Auch der deutsche Gesetzgeber hat diesen Bedarf anerkannt und führt das Projekt im Bundesbedarfsplan (BBPlG) als Vorhaben Nr. 30.

Es folgt eine Bildbeschreibung:
Die Informationsgrafik im Querformat mit weißem Hintergrund zeigt zwei stilisierte Konverter in der Bildmitte. Zwischen ihnen stellt eine dünne, gepunktete Linie die Grenze zwischen Belgien und Deutschland dar. Unterhalb der beiden Konverter verläuft eine blaue Verbindungslinie. Darunter steht: „Gleichstromkabel (DC)“. An beiden Seiten führen gepunktete Linien von den Konvertern hin zu zwei stilisierten Masten am rechten und linken Bildrand. Unter den Masten steht jeweils: „Wechselstromnetz (AC)“. An den gepunkteten Linien steht: „Anschluss an das Wechselstromnetz (AC)“. Über den Konvertern steht jeweils: „AC / DC Umwandlung“.
Ende der Bildbeschreibung.

So funktioniert ALEGrO: Über zwei Konverter ist das Gleichstrom-Erdkabel mit den Wechselstromnetzen in Deutschland und Belgien verbunden.

Technik und Trassenverlauf

Für die HGÜ-Verbindung ist jeweils eine sogenannte Konverterstation an den Endpunkten der Leitung erforderlich, um die Umrichtung Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt vornehmen zu können. Die Verbindung wird als Erdkabelstrecke zwischen den bestehenden 380-Kilovolt-Anlagen in Oberzier (Amprion) und Lixhe (Elia) geplant. Die Gesamtlänge beträgt etwa 90 Kilometer. Auf deutscher Seite liegt die Länge bei rund 40 Kilometern.

Geplante Trassenführung von ALEGrO.
Joëlle Bouillon
Ihre Ansprechpartnerin zu ALEGrO
Joëlle Bouillon
Projektsprecherin