Umspannanlage Wengerohr

Das Vorhaben

Im rheinland-pfälzischen Wittlich erweitert und modernisiert Amprion die bestehende 110-/220-Kilovolt-Umspannanlage Wengerohr. Dadurch erhöhen wir die Spannungsebene der Anlage auf 380 Kilovolt (kV). Über die Freileitung zwischen Metternich und Niederstedem, die wir ebenfalls ausbauen, werden wir die Anlage in das 380-kV-Übertragungsnetz einbinden. So machen wir die Umspannanlage, die aus den 1960er Jahren stammt, fit für die Energiewende.

Durch das Vorhaben wird sich die ursprüngliche Anlagenfläche von rund drei Hektar um etwa 30 Prozent vergrößern. Der Sterenbach, der bisher in begradigter Führung unmittelbar vor dem Anlagenzaun verlief, wurde bereits Richtung Westen verlegt und folgt im Umfeld der Anlage nun seinem natürlichen Verlauf. Das Gewässer wurde hierfür von rund 315 Meter auf etwa 410 Meter verlängert. Der Bach und seine Uferzone werden durch die Maßnahme deutlich aufgewertet und können sich stärker eigendynamisch entwickeln.

Die technische Erweiterung der Umspannanlage sieht neben zusätzlichen Sammelschienen zwei Transformatorenstände samt neuer 380-/110-kV-Transformatoren, ein zusätzliches Betriebsgebäude und ein Lager vor. Die Strukturen der bisherigen 220-kV-Anlage werden wir zurückbauen.

Planungsstand

Die Unterlagen rund um die Verlegung des Sterenbachs hat Amprion im Februar 2019 eingereicht, die Genehmigung wurde im Juli 2019 erteilt. Für die Erweiterung der Umspannanlage hat die zuständige Behörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Trier, die Unterlagen im Juni 2020 von uns erhalten. Im Januar 2021 hat sie die Genehmigung erteilt. Seither setzen wir die Baumaßnahmen innerhalb der Anlage sukzessive um. Das zusätzliche Betriebsgebäude auf dem Gelände ist bereits errichtet. Aktuell legen wir die Fundamente, auf denen zukünftig die zwei neuen 110-/380-kV-Transformatoren stehen sollen. Die Transformatoren wurden im September 2023 angeliefert und werden nun für die Inbetriebnahme vorbereitet.

Voraussichtlich 2026 werden wir die Arbeiten abschließen und die Anlage in Betrieb nehmen.

Bedarf und Notwendigkeit

Mehr als 40 Prozent des Stromverbrauchs werden in Rheinland-Pfalz inzwischen über erneuerbare Energien abgedeckt. Dabei spielt die Windkraft, die in der Eifel erzeugt wird, eine wichtige Rolle. Herrscht jedoch – an sehr windigen Tagen – vor Ort ein Überschuss an Windenergie, muss der Strom in andere Regionen abtransportiert werden. Hier kommen unsere Umspannanlagen ins Spiel: Sie sorgen dafür, dass die erzeugte Energie auf die benötigte Spannung von 380 Kilovolt hochtransformiert und in das Übertragungsnetz eingespeist werden kann. So kann der Strom von Wittlich aus in weiter entfernte Verbrauchszentren transportiert werden.

Nancy Kluth
Ihre Ansprechpartnerin
Nancy Kluth
Projektsprecherin Regionen Saarland und Rheinland-Pfalz