Westerkappeln – Gersteinwerk

Projektbeschreibung

Luftaufnahme einer weiten, ländlichen Landschaft mit verschiedenfarbigen landwirtschaftlichen Feldern, dunklen Waldstücken und Baumreihen. Im Hintergrund sind mehrere Windräder am Horizont sichtbar.

Projektbeschreibung

Amprion plant den Bau und Betrieb einer neuen 380-Kilovolt-Höchstspannungsfreileitung zwischen den bestehenden Schalt- und Umspannanlagen in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) sowie Gersteinwerk (Kreis Unna).

Das Vorhaben Westerkappeln – Gersteinwerk ist seit Mitte 2022 gesetzlich als Vorhaben Nr. 89 im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) verankert. Amprion hat als zuständiger Übertragungsnetzbetreiber den gesetzlichen Auftrag, dieses Netzausbauprojekt zu planen und umzusetzen und die Leitung anschließend zu betreiben.

Die Inbetriebnahme ist für 2034 vorgesehen.

Gesetzliche Grundlagen

Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG)

Das Bundesbedarfsplangesetz beschleunigt seit 2013 den Ausbau der Stromnetze. Der enthaltene Bundesbedarfsplan listet die dafür erforderlichen Leitungsprojekte aus dem Netzentwicklungsplan auf.

Das Bild zeigt eine einfache, schwarze Strichzeichnung einer Balkenwaage (auch bekannt als Waage der Gerechtigkeit oder Justitia-Waage) auf weißem Hintergrund.

Bedarf und Notwendigkeit

Der Weg hin zu einem klimaverträglichen Energiesystem führt zu neuen Anforderungen an das Stromnetz: Die Veränderungen in der Erzeugungslandschaft durch den Ausbau der erneuerbaren Energien machen es erforderlich, das Übertragungsnetz anzupassen, damit der Strom weiterhin dorthin transportiert werden kann, wo er benötigt wird, insbesondere in den Westen und Süden Deutschlands.

Das Vorhaben Westerkappeln – Gersteinwerk adressiert diesen neuen Transportbedarf und trägt dazu bei, die Übertragungskapazität innerhalb Nordrhein-Westfalens zu erhöhen. So kann zum einen mit dieser neuen Leitung die Windenergie aus der Nordsee, die nach Westerkappeln transportiert wird, weiter zu den Verbrauchsschwerpunkten in NRW gebracht werden. Zum anderen trägt die Leitung auch zur Netzstabilität im Münsterland und in Westfalen bei.

Im Zuge des Neubaus der circa 85 Kilometer langen 380-kV-Höchstspannungsfreileitung müssen wir auch die bestehenden Schalt- und Umspannanlagen Westerkappeln und Gersteinwerk erweitern beziehungsweise umbauen. Darüber hinaus kann es erforderlich werden, bestehende Leitungsführungen in die Anlagen zu optimieren.

Technik und Ausarbeitung des Trassenverlaufs

Nach Festlegung des 1.000 Meter breiten Vorzugstrassenkorridors durch die Bezirksregierung Münster, arbeiten wir nun abschnittsweise die detaillierte Leitungsführung in unserem Leitungsbauvorhaben Westerkappeln – Gersteinwerk aus.

Um gezielt auf die spezifischen Herausforderungen der verschiedenen Regionen eingehen und komplexe Themen, unter anderem Bündelung mit anderen Netzbetreibern, effizient ausarbeiten zu können, haben wir unser Leitungsbauvorhaben in vier Genehmigungsabschnitte unterteilt. Diese Aufteilung hat zur Folge, dass wir, beginnend ab 2028 und dann zeitlich versetzt, jeweils einen separaten Antrag auf Planfeststellung für jeden Genehmigungsabschnitt bei der Bezirksregierung Münster stellen werden.

Die Genehmigungsabschnitte umfassen folgende Kommunen:

Genehmigungsabschnitt 1: Kreis Steinfurt


Gemeinde Westerkappeln, Stadt Tecklenburg, Stadt Lengerich, Gemeinde Ladbergen

Genehmigungsabschnitt 2: Kreis Warendorf

Gemeinde Ostbevern, Stadt Telgte

Genehmigungsabschnitt 3: Kreis Warendorf

Stadt Telgte, Gemeinde Everswinkel, Stadt Sendenhorst, Stadt Drensteinfurt

Genehmigungsabschnitt 4: Kreis Warendorf, Kreis Coesfeld, Kreis Unna

Stadt Drensteinfurt, Gemeinde Ascheberg, Stadt Werne, Stadt Hamm

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Ansprechpersonen

Michael Weber
Michael Weber
Projektsprecher