Windader West

Projektbeschreibung

Das Bild zeigt ein Schiff, das in einem Gewässer vor Anker liegt. Hinter dem Schiff erstreckt sich eine lange, orangefarbene Rohrleitung über das Wasser bis zum Ufer. Im Hintergrund sind Windräder zu erkennen.

Projektbeschreibung

Windader West ist der Name von vier Netzanbindungssystemen, die Nordsee-Windstrom in unser Übertragungsnetz einspeisen werden.

Bedarf und Notwendigkeit

Mit dem Windenergie-auf-See-Gesetz hat die Bundesregierung Anfang 2023 die weiteren Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windparks festgeschrieben: Die Leistung soll auf 40 Gigawatt im Jahr 2035 und 70 Gigawatt in 2045 steigen. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Windparks auf See somit im Jahr 2035 so viel elektrische Leistung bereitstellen wie über 50 große Kohlekraftwerke. Dazu zählen auch mehrere Windparks in der Nordsee, die ab Mitte der 2030er Jahre in Betrieb gehen sollen. Mit der Windader West bringen wir die Offshore-Windenergie direkt in die Verbrauchszentren von Nordrhein-Westfalen.

Technik und Trassenverlauf

Netzanschlüsse in der Metropolregion Rhein-Ruhr

Für die vier Systeme werden wir Kabel auf hoher See, im niedersächsischen Wattenmeer sowie auf dem Festland zwischen der Nordseeküste und den jeweiligen Netzverknüpfungspunkten größtenteils parallel verlegen. Die Netzverknüpfungspunkte der vier Systeme liegen in Wesel am Niederrhein sowie in der Nähe der Umspannanlage Kusenhorst im nördlichen Ruhrgebiet. Zudem sollen zwei Systeme in Rommerskirchen im Rheinland angeschlossen werden.

Offshore-Windenergie für acht Millionen Menschen

Die vier geplanten Offshore-Netzanbindungssysteme werden auf der Landseite und größtenteils auch auf der Seeseite parallel zueinander installiert. Landseitig sind die Projekte als Erdkabel in Gleichstromtechnik geplant.

Das System mit dem Netzverknüpfungspunkt Kusenhorst wird im Bereich des Küstenmeers über die Insel Norderney bis zum Anlandungspunkt in Hilgenriedersiel verlaufen. Die anderen drei Systeme verlaufen parallel über die Insel Langeoog und landen in Neuharlingersiel an der Küste an. Ab dem Anlandungspunkt bis in den Raum Zetel verlaufen die vier Systeme parallel. Von dort aus bis zur Höhe des Netzverknüpfungspunktes im Raum Marl wird das System Kusenhorst in einem bereits eingeplanten Leerrohr des Vorhabens Korridor B (Bundesbedarfsplangesetz Nr. 48/49) mitgeführt.

Die vier Offshore-Netzanbindungssysteme können jeweils eine Leistung von 2.000 Megawatt übertragen, wodurch in Summe etwa der Bedarf von acht Millionen Menschen aus Offshore-Windenergie gedeckt werden kann. Die Netzanbindungssysteme werden zwischen 2034 und 2042 in Betrieb gehen.

Gesetzliche Grundlagen

Netzentwicklungsplan (NEP)

Der Netzentwicklungsplan Strom beschreibt, wo das deutsche Höchstspannungsnetz ausgebaut oder verstärkt werden muss. Er wird von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern erarbeitet und durch die Bundesnetzagentur fachlich geprüft.

Das Bild zeigt eine einfache, schwarze Strichzeichnung einer Balkenwaage (auch bekannt als Waage der Gerechtigkeit oder Justitia-Waage) auf weißem Hintergrund.
Gesetzliche Grundlagen

Flächenentwicklungsplan (FEP)

Der Flächenentwicklungsplan steuert den Ausbau der Offshore-Windenergie. Er legt Flächen für Windparks und ihre Netzanbindungen fest und definiert Zeitpläne für die nationalen Ausbauziele.

Das Bild zeigt eine einfache, schwarze Strichzeichnung einer Balkenwaage (auch bekannt als Waage der Gerechtigkeit oder Justitia-Waage) auf weißem Hintergrund.

Ansprechpersonen

Linus Dahm
Linus Dahm
Projektsprecher Nordrhein-Westfalen
Jonas Laudage
Jonas Laudage
Projektsprecher Niedersachsen