Bodenrekultivierung
Im Rahmen der Rekultivierung stellen wir den ursprünglichen Zustand des Bodens wieder her. Die Rückverfüllung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Aushubs – von der untersten bis zur obersten Schicht.
Um Absenkungen und Hohlräume zu vermeiden, füllen wir den Boden möglichst rieselfähig wieder ein. Dazu muss es trocken sein – eine feuchte Witterung kann die Bauarbeiten entsprechend verzögern.
Eine Bodenkundliche Baubegleitung prüft die Bodenoberfläche und das Bodenprofil, um sicherzustellen, dass alles korrekt wieder rückverfüllt wird. Dabei stellt sie fest, ob zusätzliche Maßnahmen wie Lockerung, Düngung oder Kalkzufuhr erforderlich sind. Anschließend liegen die verschiedenen Schichten wieder lagengetreu wie vor dem Eingriff: Die Struktur des Bodens wird wieder hergestellt, eine schnelle Regeneration ist gegeben.
Zwischen- und Folgebewirtschaftung
Um die natürlichen Bodenfunktionen wieder aufzunehmen, empfiehlt sich auf manchen Flächen vor der erneuten regulären landwirtschaftlichen Nutzung eine Zwischenbewirtschaftung, da die Wurzeln der ausgewählten Pflanzen zur Regeneration des Bodens beitragen. Art und Umfang der Zwischenbewirtschaftung stimmen wir mit den Eigentümer*innen beziehungsweise Bewirtschafter*innen ab. Darüber hinaus gibt die Bodenkundliche Baubegleitung fachliche Empfehlungen zur Zwischenbewirtschaftung.
Forschung zum Schutzgut Boden
Wir untersuchen in langjährigen Monitorings, ob Erdkabel den Boden beeinflussen. Besonders im Fokus sind dabei die Auswirkungen des Baus und des Betriebs des Erdkabels auf den Boden und die Landwirtschaft. Alle bisher durchgeführten Studien zeigen, dass Erdkabel keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Ackerflächen und Bodenbeschaffenheit haben.
Bodenschonende Bauweise und Rekultivierung zahlen sich aus.
Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf zukünftige Erdkabelprojekte übertragen.
Überblick über unsere Forschungsprojekte