Korridor B

Umsetzung

Korridor B wird in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie mit einer Nenngleichspannung von 525 Kilovolt umgesetzt. Amprion plant die Vorhaben vorrangig als Erdkabel. Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt vier Gigawatt elektrische Leistung (zuzüglich Leerrohrsysteme).

An den gesetzlich festgelegten Netzverknüpfungspunkten Wilhelmshaven, Hamm, Heide/West und Polsum entstehen Konverter. Zwischen den Punkten muss Korridor B einige natürliche Barrieren wie Gewässer queren. Dazu gehören beispielsweise Elbe und Weser.

Schemazeichnung von Korridor B, die den Energiefluss von Offshore- und Onshore-Windparks über Konverter A und B sowie Kabel-Kabel-Übergabestationen zu südlichen und nördlichen Netzverknüpfungspunkten mittels AC- und DC-Erdkabeln darstellt.

Ein Projekt – Vier Konverter


Zur Anbindung an das bestehende Wechselstromnetz braucht es Konverter an den Anfangs- und Endpunkten der mit Gleichspannung betriebenen Verbindung Korridor B. Sie umfassen neben der Konverterhalle und anderen Betriebsgebäuden auch die mechanischen Endpunkte der Kabelstrecke (Kabelendverschlüsse), Transformatoren und eine Wechselstrom-Schaltanlage.

In einem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren für den Konverter ist nachzuweisen, dass die Anlage die geltenden Grenz- und Richtwerte zum Schutz der Bevölkerung vor Geräuschen und vor elektromagnetischen Feldern einhält. Nur dann erhalten wir eine Genehmigung für den Betrieb des Konverters.

Die Grafik zeigt eine schematische Übersichtskarte, die verschiedene Flächen, Straßen, Gewässer und Textbeschriftungen verwendet, um ein geografisches Gebiet darzustellen.
Allgemeine Darstellung
Die Abbildung ist eine Draufsicht, die durch Linien, farbige Flächen und Textelemente strukturiert ist. Ein Nordpfeil fehlt, aber die Ausrichtung ist typischerweise nach Norden oben.
Verkehrswege und Gewässer
Straßen: Mehrere graue Linien repräsentieren Straßen: die "Zollstraße" und "Siegenbeckstraße" verlaufen im Westen. Der "Saalkampfweg" führt von Südwesten nach Nordosten. Die "Lippestraße" verläuft diagonal von Nordwesten nach Südosten. Die Autobahn "A2" wird durch gestrichelte Linien angedeutet und kreuzt das Gebiet im Norden.
Gewässer:
Der "DATTELN-HAMM-KANAL" ist eine dicke blaue Linie im Westen/Südwesten, die parallel zu den Straßen verläuft.
Die "Lippe" ist eine geschwungene, dünne blaue Linie im Nordosten.
Bahnlinie: Eine gestrichelte schwarze Linie, die teilweise parallel zur Lippestraße verläuft, deutet eine Bahnlinie an.
Flächen und Bereiche
Bebauung/Industrie: Große, grau schraffierte Flächen stellen bebaute Gebiete oder Industrieanlagen dar:
Die Fläche "UENTROP" befindet sich im Westen.
Das "KRAFTWERK WESTFALEN" nimmt eine sehr große Fläche im Zentrum und Süden ein.
Die "380-KV-UMSPANN-ANLAGE LIPPBORG" ist eine kleinere, umrandete Fläche im Südosten.
Grünflächen/Freiflächen: Hellgrün gefüllte Flächen mit Symbolen stellen Grünland oder Naturgebiete dar, unter anderem das Gebiet "SCHMEHAUSER MERSCH" entlang der Lippe.
Planungsflächen (orange/pink): Im Bereich des "SCHMEHAUSER FELD" (zentral-nördlich) befinden sich zwei spezifisch markierte Flächen:
Ein kleineres, orange umrandetes Quadrat im Zentrum.
Eine angrenzende, pink schraffierte Fläche südlich und östlich davon.
Konverter Schmehausen

Am Netzverknüpfungspunkt Hamm entsteht der Konverter Schmehausen. Die Anlage entsteht im Bereich zwischen der Siegenbeckstraße und dem Gelände des Kraftwerks Westfalen.

Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für den Bau des Konverters wird Amprion voraussichtlich Anfang 2026 anstoßen. Einen immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid für die geplante Anlage hat Amprion bereits 2024 erhalten.

Die Grafik zeigt eine schematische Übersichtskarte eines Planungsgebiets, das durch verschiedene farbige Flächen, Linien und Textbeschriftungen strukturiert ist.
Geografische und Verkehrsinfrastruktur
Wege: Mehrere graue Linien stellen Wege dar. Sie sind beschriftet als "Hauptbetriebsweg", "Unterhaltungsweg" und "Nebenbetriebsweg". Diese Wege umrunden die zentralen Flächen.
Umgebung: Das gesamte Plangebiet ist von einer hellgrünen Fläche mit einer dicken grauen Umrandung umgeben. Außerhalb dieser Umrandung sind angedeutete Straßen oder Strukturen als gestrichelte Linien und kleine graue Quadrate im Norden und Südwesten sichtbar.
Planungs- und Bestandsflächen
Die zentralen Flächen sind in verschiedenen Farben dargestellt:
Zentrale Blöcke:
Eine große, lavendelfarbene Fläche im Zentrum ist beschriftet als „Fläche TenneT“.
Südlich daran angrenzend liegt eine pinke Fläche, beschriftet als „Fläche Amprion“.
Im Nordosten, innerhalb der grünen Umrandung, liegt eine hellblaue Fläche, beschriftet als „Fläche SH Netz“.
Externes Gebäude: Rechts außerhalb der Hauptumrandung befindet sich ein weiteres, hellblaues Gebäude. Es ist beschriftet mit "Umspannwerk Heide/West TenneT".
Wasserflächen: Es gibt zwei kleine, türkisblaue ovale Flächen, die sich wie kleine Teiche an den Rändern der Wege befinden (eine im Westen, eine im Südosten).
Konverter Lieth

Für den Netzverknüpfungspunkt Heide entsteht der Konverter in der Gemeinde Wöhrden. Der Konverter Lieth befindet sich in direkter Nachbarschaft des HeideHubs, dem von Tennet und 50Hertz geplanten Multiterminal-Hub. Das innovative Stromdrehkreuz verknüpft die beiden Offshore-Netzanbindungen (LanWin2 und LanWin3) und die geplante Erdkabelleitung NordOstLink miteinander.

Durch die räumliche Nähe zur Umspannanlage Heide/West kann auf den Bau einer zusätzlichen Schaltanlage am Konverter für Korridor B verzichtet werden. Das verringert den Gesamtflächenbedarf.

Die Abbildung zeigt eine Draufsicht, die durch Linien, farbige Flächen und Textelemente strukturiert ist.
Verkehrswege und Gewässer
Straßen: Die Altendorfer Straße verläuft diagonal von Nordwesten nach Südosten. Der Polsumer Weg kreuzt diese und führt von Südwesten nach Nordosten. Im Osten verläuft eine größere, geschwungene Linie, die als AS2 beschriftet ist.
Gewässer: Zwei blaue Linien repräsentieren Gewässer: Der Nuhlenbach (gestrichelt) und der Tennbach (durchgezogen).
Flächen und Bereiche
Beschriftete graue Flächen: Im Südwesten befindet sich eine große graue, unregelmäßig geformte Fläche, beschriftet mit "Altendorf-Ulfkotte".
Zentrale Planungsflächen: Im Zentrum der Grafik liegen mehrere definierte Bereiche:
Eine große Fläche ist mit violetten diagonalen Streifen schraffiert und trägt die Beschriftung „Planungsflächen Tennet“.
Innerhalb dieser Fläche befindet sich ein kleineres Rechteck mit einer orangen Umrandung, beschriftet als „Planungsfläche Amprion“.
Grünflächen: Verschiedene unregelmäßige, hellgrüne Flächen, gefüllt mit stilisierten Baum-Symbolen, sind im gesamten Bild verteilt. Sie umgeben die zentralen Flächen und liegen entlang der Straßen und Bäche.
Konverter Ulfkotte

Für den Netzverknüpfungspunkt Polsum entsteht der Konverter in Dorsten Altendorf-Ulfkotte. Der Konverter Ulfkotte befindet sich auf einer Fläche der Amprion GmbH zwischen dem Dorstener Stadtteil Altendorf-Ulfkotte und der Autobahn A52. Die Fläche des Konverters für Korridor B beträgt rund acht Hektar.

Durch die räumliche Nähe zur Umspannanlage Polsum kann auf den Bau einer zusätzlichen Schaltanlage am Konverter verzichtet werden, was den Gesamtflächenbedarf verringert und zur geschlossenen Wohnbebauung einen Abstand von 400 Metern ermöglicht.

Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für den Bau des Konverters wird Amprion voraussichtlich 2027 anstoßen. Einen immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid für die geplante Anlage hat Amprion im Oktober 2025 erhalten.

Straßen: Zwei Hauptstraßen durchziehen das Gebiet: Die Memershauser Straße im Westen/Norden und die Utterser Landstraße im Süden. Die Raffinieriestraße verläuft entlang der östlichen Grenze.
Planungsflächen:
Im Nordwesten und zentral liegt eine große, violett gefärbte Fläche, beschriftet als „Planungsflächen Tennet“.
Im Zentrum, überlappend mit dem Tennet-Gebiet, ist ein kleineres, rosa umrandetes Rechteck, das als „Planungsfläche Amprion“ bezeichnet wird.
Südlich der Tennet-Fläche befindet sich ein hellgrünes Gebiet, das als „weiteres (Energie-) Infrastruktur“ markiert ist.
Ein weiteres, größeres hellgrünes Gebiet liegt im Osten, entlang der Raffinieriestraße.
Bestandsflächen:
Im Südwesten sind zwei türkisblaue, unregelmäßig geformte Flächen, die die „Vetra Beton“-Anlage darstellen.
Sonstiges: Im Nordosten ist ein Raster aus kleinen, grauen Quadraten und Kreisen, das eine bestehende Bebauung oder Siedlung darstellt.
Konverter Utters

Der Konverter Utters befindet sich am Netzverknüpfungspunkt (NVP) Wilhelmshaven 2 im Energiecluster Bauens. Hier entstehen auch weitere technische Einrichtungen für Projekte des Übertragungsnetzbetreibers TenneT.

Die Fläche des Konverters für Korridor B beträgt bis zu 10 Hektar. Durch die räumliche Nähe zum NVP kann auf den Bau einer Sammelschienenschaltanlage verzichtet werden.

Im Erklärfilm geht es darum, was ein Konverter macht und wie er funktioniert.

Weitere technische Anlagen

Neben den Konvertern entstehen für Korridor B weitere Stationen. Dazu gehören Kabel-Kabel-Übergabestationen sowie Kabel-Monitoring-Stationen.

Kabel-Kabel-Übergabestation (KKÜS)

Langbeschreibung (Detaillierte Beschreibung)
Die Grafik zeigt eine isometrische Ansicht einer umzäunten Industrieanlage auf einer grünen Fläche über einer Querschnittsansicht des Bodens.
Oberirdische Darstellung
Gebäude: Links oben innerhalb des äußeren Zauns befindet sich ein hellblaues, rechteckiges Gebäude mit der Beschriftung "Betriebsgebäude".
Zäune: Ein hoher Maschendrahtzaun umgibt das gesamte Areal. Ein kleinerer, innerer Zaun umgibt den Bereich mit den elektrischen Anlagen.
Elektrische Anlagen: Im zentralen, inneren Bereich stehen mehrere graue Metallmasten und Isolatoren.
Über den Masten sind Drähte gespannt, die an verschiedenen Stellen mit der Beschriftung "Überspannungsschutz" versehen sind.
Ein hoher, schlanker Mast, der über die Anlage ragt, ist als "Blitzschutzmast" beschriftet.
Kabel und Anschlüsse: Am südöstlichen Rand der inneren Anlage befinden sich mehrere graue, zylindrische Elemente, die als "Kabelendverschluss" beschriftet sind. Von diesen führen Linien nach unten in den Bodenquerschnitt.
Unterirdische Darstellung (Bodenquerschnitt)
Der untere Teil der Grafik zeigt einen Querschnitt durch drei Bodenschichten (grün, beige, hellorange).
Rohrleitungen: Graue Linien, die in Dreiergruppen angeordnet sind, stellen unterirdische Leitungen dar.
Beschriftungen:
Am unteren Rand sind die Linien als "Rohrverbindung" beschriftet.
Links unten sind die Bereiche beschriftet als "Vorhaben 48 Leerrohre" und darunter "Vorhaben 48 Korridor B".

Entlang der gesamten Leitung werden im Abstand von ungefähr 150 Kilometern Kabel-Kabel-Übergabestationen errichtet. Hier werden die Erdkabel an die Oberfläche geführt.

Diese Stationen bestehen im Wesentlichen aus Kabelendverschlüssen, Isolatoren und Überspannungsableitern. Die etwa fußballfeldgroßen Anlagen ermöglichen es uns, die Gleichstrom-Kabelstrecken zu betreiben und effektiv zu überwachen. Außerdem können wir im Falle einer Störung deren Ursache innerhalb der einzelnen Leitungsabschnitte orten.

Kabel-Monitoring-Station (KMS)

Entlang der gesamten Leitung werden ungefähr alle 50 Kilometer Kabel-Monitoring-Stationen (KMS) errichtet. In die Stationen zum Monitoring laufen die Lichtwellenleiter, die in den Kabelgräben von Korridor B als Begleitkabel verlegt sind. Sie ermöglichen beispielsweise Temperaturmessungen oder Fehlerortungen.
Die Monitoringstationen werden nach Möglichkeit in die Kabel-Kabel-Übergabestation (KKÜS) integriert. Zusätzlich realisiert das Projektteam separate Standorte entlang der gesamten Leitung. Notwendig sind insgesamt voraussichtlich elf Stationen.

Der Flächenbedarf für eine Monitoringstation beträgt circa 400 Quadratmeter. Dieser ergibt sich aus der Grundfläche des Betriebsgebäudes sowie zwei befestigter Parkplatzflächen, die das Betriebspersonal im Wartungs- und Instandhaltungsfall nutzen kann.

Im Vergleich zu den KKÜS müssen die Monitoringstationen nicht unmittelbar auf der Erdkabeltrasse positioniert werden. Durch den räumlichen Spielraum von rund 300 Metern besteht eine größere Flexibilität bei der Positionierung vor Ort.

Ein Tunnel verbindet

Eine der größten Herausforderungen im Projekt Korridor B ist die Querung der Elbe. Dafür entsteht zwischen Wewelsfleth in Schleswig-Holstein und Wischhafen in Niedersachsen ein Tunnel. ElbB stellt innerhalb des Großprojektes Korridor B einen eigenen Genehmigungsabschnitt dar.

Die Elbe wird über mehr als fünf Kilometer gequert. Der Tunnel entsteht aus tausenden Stahlbetonteilen – sogenannten Tübbingen – in einer Tiefe von rund 20 Metern. Die Bauzeit beträgt 4,5 Jahre. Über Schachtbauwerke in Wewelsfleth und Wischhafen werden nach Fertigstellung des Bauvorhabens die Erdkabel für Korridor B eingezogen.

Bauweise

Wie die Kabel für Korridor B in den Boden kommen

Nach Möglichkeit verlegt Amprion Erdkabel in der sogenannten offenen Bauweise. Diese bietet den größten Gestaltungsspielraum, um flexibel auf die örtlichen Anforderungen eingehen zu können. Zudem ist sie zeit- und kosteneffizienter und damit meist die wirtschaftlichste Lösung. In offener Bauweise liegen die Kabel etwa 1,40 bis 1,80 Meter tief.

Müssen Infrastrukturen wie Straßen, Gewässer und Bahnlinien gequert werden, können grabenlose Verlegetechniken eingesetzt werden. Die Verlegetiefe wird dann individuell bestimmt

Das Bild zeigt das Piktogramm oder Symbol eines Baggers.