Lastflüsse im Blick: KI für verlässliche Prognosen
Innovation
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Damit die Stromversorgung zuverlässig funktioniert, bestimmen die Übertragungsnetzbetreiber schon vor dem Echtzeitbetrieb den erwarteten Lastfluss auf allen Leitungen. Dafür gibt es mehrere Prognoseprozesse mit Vorlaufzeiten von wenigen Stunden bis zu sieben Tagen. Als Grundlage dienen viele Eingangsdaten, vor allem Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen.
Ein Teil der Lasten und viele konventionelle Kraftwerke speisen direkt ins Übertragungsnetz ein. Die meisten erneuerbaren Anlagen und zahlreiche Verbraucher sind hingegen an unterlagerte Verteilnetze angeschlossen. Beide Ebenen sind über Transformatoren verbunden. Für kurze Prognosehorizonte von 1 bis 168 Stunden ist es daher besonders wichtig, die sogenannte vertikale Netzlast (VNL) an den Transformatoren vorherzusagen.
Info
Vertikale Netzlast
Als Vertikale Netzlast (VNL) wird Leistung bezeichnet, die vom Übertragungsnetz in die Verteilnetze fließt. Diese VNL hängt von Einspeisungen und Lasten im Verteilnetz ab und wird von Wetter, wirtschaftlicher Aktivität sowie Tageszeit- und Saisoneffekten beeinflusst.