Das Energiesystem im Wandel

Netzplanung Netzstabilität
Panoramaaufnahme von Windkraftanlagen: Links an Land, rechts im Meer. Ein Deich verläuft mittig mit grasenden Schafen. Die Szenerie zeigt den Übergang von Onshore- zu Offshore-Windenergie.
Wie wird Strom erzeugt und dorthin transportiert, wo er benötigt wird? All das verändert sich durch die Energiewende – und muss insgesamt klimaneutral, sicher und bezahlbar sein.

Wie ist das Energiesystem aufgebaut?

Das elektrische Energiesystem umfasst die Erzeugung von Strom, dessen Übertragung über Höchstspannungsnetze und die Verteilung über regionale Netze bis zu den Endverbrauchern.

In Kraftwerken und Wind- und Solaranlagen wird elektrische Energie erzeugt und über Leitungen sicher transportiert. Bei Industrie, Haushalten und Verkehr wird sie schließlich in Wärme, Licht und Bewegung umgewandelt.

Das deutsche Höchstspannungsnetz ist eng mit den Übertragungsnetzen unserer Nachbarländer verknüpft. Gemeinsam bilden sie das europäische Verbundnetz – eines der größten synchronen Stromnetze der Welt. Es ist ein wichtiger Stabilitätsanker und ermöglicht, dass Engpässe durch gegenseitige Unterstützung vermieden werden können.

Erzeugung

Energie vor allem aus Wind und Sonne

Strom kommt aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne – künftig unterstützt durch steuerbare Kraftwerke, die bei Flauten und Dunkelheit einspringen. Batteriespeicher gleichen Schwankungen aus.

Netze

Leitungen für den Stromtransport

Stromnetze verbinden Erzeugungsstandorte mit Verbrauchern. Das Übertragungsnetz transportiert große Strommengen über weite Strecken, Verteilnetze bringen den Strom in Regionen, Städte und zu einzelnen Abnehmern. Sie müssen sicher und stabil arbeiten.

Verbrauch

Mehr Strom für Industrie, Haushalte und Verkehr 

Industrie und Gewerbe, Haushalte und der Verkehrssektor nutzen Strom immer stärker für Produktionsprozesse, Wärmeversorgung und Mobilität. Der Stromverbrauch in Deutschland wird sich deshalb bis 2045 voraussichtlich etwa verdoppeln.

Was verändert sich durch die Energiewende?

Die Energiewende verändert, wie wir Strom erzeugen, transportieren, speichern und verbrauchen. Für die Stromerzeugung bedeutet das: Deutschland verabschiedet sich von Atomkraft und Kohle und setzt zunehmend auf erneuerbare Energien aus Wind und Sonne.

Das schützt das Klima, erfordert aber hohe Investitionen in Erzeugung und Netze. Denn ein großer Teil des grünen Stroms wird dort erzeugt, wo Wind- und Solarbedingungen besonders gut sind – und nicht unbedingt dort, wo der Verbrauch am höchsten ist. Große Strommengen müssen deshalb über weite Strecken von den Erzeugungsregionen in die Ballungs- und Industriezentren transportiert werden.

Als Übertragungsnetzbetreiber baut Amprion sein Netz aus und macht es fit für eine klimaneutrale Zukunft.

Wie sieht das Energiesystem von morgen aus?

Das elektrische Energiesystem von morgen wird heute geplant. Es muss drei Anforderungen gleichzeitig erfüllen: klimaneutral sein, eine sichere Versorgung gewährleisten und für Haushalte wie Unternehmen bezahlbar bleiben.

Ein minimalistisches, blaues Strichsymbol zeigt drei Elemente der Energieversorgung: einen Strommast, eine Windkraftanlage und ein Solarpanel. Diese Symbole stehen für erneuerbare Energien und Stromnetzinfrastruktur.
Klimaneutral

Fossile Energieträger durch erneuerbare ersetzen, Energieeffizienz erhöhen

Sicher und resilient

Versorgung stabil halten – auch bei Störungen und Extremsituationen

Bezahlbar

Kosten für Haushalte und Unternehmen im Blick behalten