Helikopterarbeiten an Höchstspannungsleitung zwischen Urberach und Weinheim

Ein Hubschrauber fliegt nahe an Hochspannungsleitungen zwischen zwei Strommasten entlang – Teil einer Befliegung zur Leitungskontrolle.

Amprion montiert zwischen dem 20. Juli und dem 31. Juli 2026 Vogelschutzmarkierungen und Flugwarnkugeln an der Höchstspannungsleitung zwischen Urberach und Weinheim. Für die Arbeiten kommt ein Helikopter zum Einsatz.

Amprion verstärkt die Übertragungskapazität in Hessen durch den Ausbau des Höchstspannungsnetzes zwischen Urberach und Weinheim. Im Zuge der Arbeiten werden ab dem 20. Juli bis voraussichtlich 31. Juli 2026 Vogelschutzmarkierungen und Flugwarnkugeln montiert. Die Vogelschutzmarkierungen werden in den Bereichen Pfungstadt, Bickenbach, Alsbach-Hähnlein und Bensheim angebracht. Die Flugwarnkugeln werden im Bereich Weinheim montiert.

Für die Montage der Flugwarnkugeln wird am Sonntag, dem 26. Juli 2026, die A659 zwischen Weinheim und Viernheim am Vormittag für einige Stunden gesperrt. Amprion stimmt die Maßnahme eng mit den zuständigen Behörden ab und bittet Verkehrsteilnehmende, die örtlichen Hinweise und Umleitungsempfehlungen zu beachten. Für alle Arbeiten kommt ein Helikopter zum Einsatz. Da die Maßnahme geeignete Witterungsbedingungen erfordert, kann es zu kurzfristigen Anpassungen in der Zeitplanung kommen.

„Vogelschutzmarkierungen und Flugwarnkugeln erfüllen zwei wichtige Funktionen an unseren Leitungen. Die Flugwarnkugeln sorgen dafür, dass die Leiterseile auch aus größerer Entfernung und bei schwierigen Sichtverhältnissen gut erkennbar sind, beispielsweise für Rettungs- oder Polizeihubschrauber. Die Vogelschutzmarkierungen wiederum helfen Vögeln, die Leitung frühzeitig wahrzunehmen und ihr Flugverhalten entsprechend anzupassen. Studien zeigen, dass sich das Kollisionsrisiko durch solche Markierungen je nach Art und Standort um bis zu 90 Prozent reduzieren lässt. So leistet die Maßnahme sowohl einen Beitrag zur Flugsicherheit als auch zum Schutz der heimischen Seite 2 von 3 Vogelwelt“, erläutert Tobias Muermann, Projektsprecher bei Amprion.

Amprion bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für mögliche Unannehmlichkeiten während der Maßnahme.

Das Vorhaben von Urberach bis Weinheim

Das Projekt sieht vor, die bestehende 220-Kilovolt-Freileitung zwischen Urberach und Weinheim auf 380 Kilovolt zu verstärken. Zwischen Urberach und Griesheim werden lediglich die Leiterseile ausgetauscht, sodass sich das Erscheinungsbild der Maste vor Ort nicht verändert. Im Abschnitt zwischen Griesheim und Weinheim sind jedoch neue Strommasten erforderlich, die größtenteils bestehende Masten ersetzen.

Für den 66 Kilometer langen Ausbau sind verschiedene Trassenabschnitte geplant:

Urberach – Griesheim: Auf der 27 Kilometer langen Strecke werden nur die Leiterseile getauscht.

Griesheim – Pfungstadt: Hier werden auf einem Abschnitt von 7,5 Kilometern 23 neue Strommasten parallel zu zwei bestehenden Leitungen errichtet. Zudem wird ein bestehender Mast ersetzt.

Pfungstadt – Weinheim: Auf dem 31,5 Kilometer langen Abschnitt werden 111 bestehende Masten durch 88 neue ersetzt. Die neuen Masten werden in einer bestehenden Trasse errichtet, wodurch die Parallelführung zu bestehenden Leitungen beibehalten und optimiert wird.

Der erste Abschnitt auf der Leitungsverbindung Urberach – Weinheim soll im zweiten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen.

Tobias Muermann
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Tobias Muermann
Projektsprecher