EnLAG 14: Amprion beginnt mit bauvorbereitenden Maßnahmen

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion startet Mitte Januar an verschiedenen Punkten zwischen Neukirchen-Vluyn und Krefeld mit bauvorbereitenden Maßnahmen für ein wichtiges Netzausbauprojekt.

Der Genehmigungsabschnitt „Binnenland“ ist Teil der geplanten Höchstspannungsleitung zwischen Wesel und St. Tönis. Das Bauprojekt wird im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) als Vorhaben mit der Nummer 14 geführt. Im September 2022 hat Amprion für den Abschnitt Binnenland den Planfeststellungsbeschluss erhalten.

„Das gesamte Vorhaben umfasst rund 42 Kilometer“, erläutert Amprion-Projektsprecherin Anne Frentrup. „Wir haben die Strecke jedoch noch einmal in einzelne Bauabschnitte unterteilt.“ Entlang der geplanten Trasse von Neukirchen-Vluyn und Krefeld bis zum Punkt St. Tönis werden zunächst Flächen freigeschnitten, auf denen später Gerüste stehen oder die als Zuwegungen dienen. Die Arbeiten sind mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Es findet eine ökologische Baubegleitung statt.

„Über den Start der Baumaßnahmen werden wir noch einmal gesondert informieren“, so Frentrup.

Die Rheinquerung zwischen Voerde und Rheinberg ist nicht Teil dieser Maßnahme. Für diesen Abschnitt plant Amprion ein Erdkabel, das in einem gesonderten Planfeststellungsverfahren genehmigt wird.

Das Vorhaben: Von Wesel bis St. Tönis

Das EnLAG Vorhaben Nr. 14 sieht vor, die derzeitige 220-Kilovolt-Freileitung zwischen Wesel und Krefeld-Hüls im Abschnitt zwischen der Umspannanlage Wesel/Niederrhein (Stadt Wesel) und der Umspannanlage Utfort (Stadt Moers) durch eine neue Höchstspannungsleitung zu ersetzen. Die neue Leitung soll Energie auf der Spannungsebene 380-Kilovolt transportieren. Zusätzlich wird auf diesem Abschnitt eine 110-Kilovolt-Leitung mitgeführt.

Zwischen der Umspannanlage Utfort (Stadt Moers) und dem Punkt Hüls-West (Stadt Krefeld) ist auf rund 15 Kilometern der Neubau einer 380-Kilovolt-Leitung im Trassenraum der vorhandenen 220-Kilovolt-Freileitungstrasse geplant.

Die 220-Kilovolt-Leitung wird anschließend zurück gebaut.

Zwischen dem Punkt Hüls-West und St. Tönis besteht bereits eine Leitung. Hier sollen die Masten von 220-Kilovolt auf 380-Kilovolt umgestellt werden. So kann die 380-Kilovolt-Verbindung bis in den Bereich der Umspannanlage St. Tönis fortgesetzt werden.

Kostenlose Hotline für Fragen zu den Maßnahmen

Für Fragen zu den bauvorbereitenden Maßnahmen hat Amprion werktags von 8 bis 20 Uhr eine kostenlose Hotline unter der Rufnummer 0800 5895 2474 geschaltet.

Anne Frentrup
Anne Frentrup
Projektsprecherin