Bauvorbereitung für neue Höchstspannungsverbindung

Amprion bereitet ab heute den Bau der neuen 380-Kilovolt-Verbindung zwischen der Umspannanlage Kriftel und der neu zu errichtenden Anlage Farbwerke Höchst Süd (Schwanheim) vor. Die Arbeiten beginnen mit dem Herrichten von Zufahrtswegen, Arbeitsbereichen und dem Rückschnitt von Gehölzen in den Baubereichen.

Die Umsetzung des Projekts wurde in einem Planfeststellungsverfahren beim Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt.

Amprion schafft eine neue 380-kV-Leitungsverbindung zwischen der Anlage Kriftel und der geplanten Umspannanlage Farbwerke-Höchst Süd (Schwanheim). Für die elf Kilometer lange Verbindung können größtenteils bestehende Stromtrassen genutzt werden. Amprion ergänzt überwiegend bestehende Maste um weitere Leiterseile: Eine Höchstspannungsleitung zwischen Hofheim-Marxheim und Kriftel wird auf fünf Kilometer Länge zubeseilt.

Lediglich zwischen Punkt Zeilsheim Süd und der neuen Umspannanlage werden über rund sechs Kilometer neue Strommaste errichtet. Dies erfolgt in der bestehenden Trasse. Dafür wird die jetzige 110-Kilovolt-Leitung in Abstimmung mit deren Betreiber Syna abgebaut und ein 110-/380-Kilovolt-Gemeinschaftsgestänge errichtet. Die Leitung kann so enger mit der Bundesstraße 40 gebündelt werden und der Abstand zur Wohnbebauung vergrößert werden.

Das Vorhaben erstreckt sich auf Kriftel, Hofheim und Hattersheim im Main-Taunus-Kreis, die kreisfreie Stadt Frankfurt (Zeilsheim und Sindlingen) sowie Kelsterbach im Kreis Groß-Gerau.

Die Investitionskosten für die neue Verbindung betragen rund 40 Millionen Euro. 2024 soll sie in Betrieb gehen.

Für eine sichere Energieversorgung in der Region

Im Rhein-Main-Gebiet soll das Übertragungsnetz in den nächsten Jahren noch leistungsfähiger werden – denn im Zuge der Energiewende muss immer mehr Strom über große Distanzen transportiert werden, um Überschuss und Defizit zwischen erzeugungsstarken Regionen und Lastschwerpunkten auszugleichen. Die 220-Kilovolt-Höchstspannungsleitungen der Amprion werden sukzessive auf 380 Kilovolt umgestellt, um ressourcenschonend die Transportkapazität zu erhöhen. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit erfolgt die Umstellung derzeit auch im gesamten südhessischen Netzgebiet der Amprion.

Die wichtige Versorgung des überregional bedeutenden Industrieparks Höchst und des angeschlossenen Verteilnetzbetreibers Syna erfolgt in diesem Zuge künftig über die nahegelegene Amprion-Umspannanlage in Kriftel.

Joëlle Bouillon
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Joëlle Bouillon
Projektsprecherin