Amprion informiert über Rheinquerung zwischen Voerde und Rheinberg

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion informiert über die Planung einer neuen Stromverbindung zwischen Voerde und Rheinberg. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten online und telefonisch Auskunft über das Projekt.

Die Amprion GmbH baut im Rahmen der Energiewende das Stromübertragungsnetz zwischen Wesel und Krefeld bedarfsgerecht aus. Hierfür wird die bestehende 220-Kilovolt-Leitung zurückgebaut und durch eine 110/380-Kilovolt-Leitung ersetzt. Das Projekt ist im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) als Vorhaben Nr. 14 verankert. Mit der Planung und dem Bau der neuen Stromverbindung kommt Amprion seiner gesetzlichen Verpflichtung nach, die Energieversorgung in der Region sicherzustellen.

Den Abschnitt der Rheinquerung zwischen Voerde und Rheinberg hat der Gesetzgeber 2015 als Erdkabelpilot-Projekt in das EnLAG aufgenommen. Daraufhin hat Amprion die bisherigen Planungen überarbeitet und insbesondere geprüft, ob der Rhein zwischen Voerde und Rheinberg mit einem Erdkabel unterquert werden kann. Über den aktuellen Planungsstand sowie die weiteren Schritte informiert der Übertragungsnetzbetreiber in vier Terminen:

Online-Bürgersprechstunden

Anmeldung unter:  https://www.amprion.net/rheinquerung

  • Mittwoch, 25. November 2020 von 16:30 bis 18:30 Uhr
  • Dienstag, 01. Dezember 2020 von 16:30 bis 18:30 Uhr

Telefonsprechstunden für individuelle Fragen

  • Donnerstag, 26. November 2020
  • Mittwoch, 02. Dezember 2020

zwischen 16 und 18 Uhr unter 0800 – 58952474.

Die Termine finden ausschließlich online sowie telefonisch statt, um alle Teilnehmenden bestmöglich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen.

Die Online-Bürgersprechstunden beginnen mit einer Präsentation zum Projekt und zum Planungsstand. Anschließend beantworten Experten von Amprion die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger ihre individuellen Fragen in telefonischen Einzelgesprächen mit dem Projektteam klären. Für die Telefonsprechstunden ist keine Voranmeldung erforderlich.

Entscheidung für Erdkabel im Bereich der Rheinquerung

Die rund 11,4 Kilometer lange Rheinquerung schließt die Lücke zwischen den anderen Planungsabschnitten. Amprion hat für die Rheinquerung verschiedene unterirdische Trassen, aber auch die Ausführung als Freileitung ausgearbeitet. „Nach intensiver Prüfung der verschiedenen Varianten haben wir uns für eine Kombination aus einem kurzen Freileitungsabschnitt und einem längeren Erdkabel entschieden“, so Projektsprecherin Anne Frentrup. „Insbesondere, weil der Abschnitt durch eine Flussauenlandschaft, das Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein und mehrere Naturschutzgebiete führt, wo besondere Regelungen hinsichtlich des Artenschutzes, zum Beispiel für heimische Brutvögel und rastende Wintergäste gelten. In unseren Infoterminen möchten wir den interessierten Bürgerinnen und Bürgern unsere Planungen vor dem Hintergrund der planungsrechtlichen und umweltfachlichen Rahmenbedingungen gerne darlegen, Rückmeldungen entgegennehmen und Fragen beantworten.“

Mit Provisorium zur Inbetriebnahme

Die Teilerdverkabelung im Bereich der Rheinquerung erfordert im Vorfeld komplexe Planungen, Genehmigungen und eine zeitaufwendige Bauausführung. Daher kann dieser Abschnitt voraussichtlich erst 2030 fertig gestellt werden. Um die Stromübertragung auf dieser wichtigen Leitung zu sichern, wird Amprion zwischen Voerde und Rheinberg vorübergehend mit einer provisorischen Freileitung arbeiten.

EnLAG 14: Von Wesel bis zur Umspannanlage St. Tönis

Die Rheinquerung ist Teil des EnLAG Vorhabens Nr. 14. Hierbei wird eine Freileitung aus dem Jahr 1926 zwischen Wesel und Krefeld-Hüls durch eine neue Höchstspannungsleitung ersetzt. Sie wird zukünftig Energie auf den Spannungsebenen von 380 und 110 Kilovolt transportieren.

Zwischen Hüls-West und St. Tönis besteht bereits eine Leitung, deren Masten von 220-kV auf 380-kV umbeseilt werden sollen. So kann die 380-kV-Verbindung bis zur Umspannanlage St. Tönis fortgesetzt werden.

Durch die Erhöhung der Leitungskapazität kann Amprion künftig regional überschüssigen Strom aus dem erzeugungsstarken Nordwesten des Landes dorthin transportieren, wo er vor allem benötigt wird: in den Verbrauchszentren im Süden Deutschlands.

Anne Frentrup
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Anne Frentrup
Projektsprecherin
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