Karriere bei Amprion

Kirchenportale, Hochöfen und Kraftwerksturbinen Berliner Künstler Thomas Kaemmerer stellt bei Amprion aus

"So was machen meine Kinder in der Grundschule auch", heißt es häufig, wenn es um zeitgenössische Kunst geht. Solchem Urteil sieht sich der in Berlin geborene Maler Thomas Kaemmerer niemals ausgesetzt. Gleich, welches Motiv er auf die Leinwand bannt - ob Gläser, Kirchenportale, Hochöfen oder Kraftwerksturbinen -, sie stehen für Können und Leidenschaft. Bis zum 11. Juni sind annähernd 30 Werke des Künstlers in der Dortmunder Unternehmenszentrale der Amprion GmbH zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Am Ende der langen Diskussion über die Aufhebung des Gegenständlichen in der Malerei gibt es den Realismus immer noch. Wie sich gezeigt hat, kann der Mensch auf gegenständliche Kunst nicht verzichten; vor allem Stillleben finden wieder mehr Interessenten. Auch wenn der zeitgenössische Maler sich bemüht nur das zu malen, was er sieht, und meint, es in fotografischer Genauigkeit abzubilden, fließt trotzdem sein Selbst mit ins Bild. Es macht ihn unverwechselbar.

Thomas Kaemmerer ist dafür ein gutes Beispiel, die Bilder sind von akribischer Genauigkeit und fallen doch sofort als die seinen auf. Er malt die kompliziertesten Apparate, malt Tücher und Papier, malt spiegelnde Linsen, Porzellanstatuen und dunkel-blinkende Messinstrumente - malt alles und jedes. Kaemmerer schreckt vor nichts zurück, seine "Stilleben" sind Regale und Schränke, vollgeräumt mit gesammelten Sachen. Sie wuchern in irgendwelchen Berliner Wohnungen die Wände hoch, und immer wieder kommt etwas dazu. Kaemmerer geht hin und malt das Ganze, ohne irgend etwas auszulassen oder zu vergessen. Der Maler ist besessen von Realität und Masse.

Künstlerbiografie

  • 1965 geboren in Berlin
  • 1974 - 1976 Aufenthalt in Madrid
  • 1981 - 1984 Zeichenunterricht bei Werner Freitag, Hamburg
  • 1985 Abitur in Hamburg
  • 1986 - 1993 Studium der freien Malerei und Graphik an der HdK Berlin
  • 1990 - 1991 Praktikum im Malersaal der Hamburgischen Staatsoper, Tätigkeit als Bühnenbildner beim Theaterhaus Stuttgart und beim Theaterhof Priesental
  • 1992 - 1993 Meisterschüler bei Prof. Klaus Fußmann
  • 1994 - 1995 Stipendium der Eduard-Bargheer-Stiftung
  • 1998 - 1999 Stipendium aus dem Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
  • Seit 1993 freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Berlin

Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
Telefon +49 231 5849-13785
Mail ten.noirpma@ssuerP.saerdnA
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