Leitungsbefliegung mit dem Hubschrauber

Hubschrauber im Einsatz bei Freileitungsbefliegung

Auch in diesem Jahr prüft der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH seine Höchstspannungsfreileitungen (220.000/380.000 Volt) vom Hubschrauber aus. Bis voraussichtlich Mitte September kontrolliert Amprion rund 3000 Freileitungsmasten und etwa 1000 Kilometer Trassenlänge in einem Gebiet zwischen Altenkirchen im Norden, der Pfalz im Süden, Alzey im Osten und der Grenze zu Belgien und Frankreich im Westen.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug fliegen zwei Amprion-Mitarbeiter mit, die die eigentliche Kontrolle durchführen. Für Piloten ist die Leitungsbefliegung immer wieder eine Herausforderung, da sie in niedriger Flughöhe sehr nahe an die Masten und Leitungen (drei bis fünf Meter) heranfliegen müssen.

Bei einer Fluggeschwindigkeit von 20 bis 25 Stundenkilometer kontrollieren die Amprion-Mitarbeiter die Freileitungen. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Sie suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst. Nach der Rückkehr werden sie ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Kontrolle aus der Luft Standard seit 30 Jahren

Schon seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es ist eine sinnvolle Ergänzung zur Revision durch Ablaufen der Leitungen und Absteigen der Maste. Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung ist, dass Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz erhält.

Die Höchstspannungsfreileitungen werden aber auch regelmäßig durch Amprion-Mitarbeiter abgelaufen und kontrolliert. Hierbei werden Schäden am Mastfuß erfasst. Hierzu zählen etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente.

Für die Redaktionen
Die Leitungskontrolle findet statt in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem westlichen Hessen.
Ein genauer Termin für einzelne Regionen kann nicht genannt werden. Die Flüge sind sehr stark abhängig vom Wetter, so dass die Planung jederzeit geändert werden kann.
Aufgrund der Coronapandemie können wir Ihnen in diesem Jahr leider nicht anbieten, die Kollegen bei ihrer Kontrolle zu begleiten.

Dr. Andreas Preuß
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
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