Karriere bei Amprion

Nistkasten für Wanderfalken an Strommast

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion brachte heute an einem Freileitungsmast in Wesel einen Nistkasten für Wanderfalken an. Freileitungsmonteure des Unternehmens hatten die notwendige Befestigungskonstruktion in 45 Meter Höhe bereits vorab montiert. Jetzt wurde der 66,5 Kilogramm schwere Nistkasten eingebaut. Anschließend wurden noch 15 Liter feiner Kies als Substrat in den Kasten eingebracht, um den Falken eine erfolgreiche Brut zu ermöglichen. Dafür musste die Stromversorgung nicht unterbrochen werden. Projektleiter Andreas Vogt: ¿Vogelschutz ist uns bei Amprion sehr wichtig.¿

Den Nistkasten hergestellt haben die Mitarbeiter des Essener Franz Sales Hauses, einer katholischen Einrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen. ¿Insgesamt acht Nistkästen haben wir für Amprion gebaut¿, sagt Günter Oelscher vom Trägerverein. Die Mitarbeiter hätten sich sehr gefreut, mit ihrer Arbeit ein wenig zum Naturschutz beitragen zu können.

Michael Kladny und Stephanie Krüßmann von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW NRW) im NABU in Wesel hatten in der Lippeaue seit Jahren ansiedlungswillige Wanderfalken beobachtet. Falken bauen keine Nester, sondern legen zum Beispiel auf Felsbändern in selbstgescharrten Mulden ihre Eier. Die Arbeitsgemeinschaft betreut seit knapp 25 Jahren die Wanderfalken und bringt Nisthilfen an Bauwerken an. So konnten schon viele Bauwerke, welche von den Falken beflogen wurden, zur Brut genutzt werden.

Anfang der 1970er Jahre war der Wanderfalke in Nordrhein-Westfalen verschwunden. In Deutschland stand er kurz vor dem Aussterben. Heute brüten deutschlandweit wieder rund 1000 Paare, davon gut 150 in Nordrhein-Westfalen.

Der, nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Wanderfalke gilt laut Rote Liste in Nordrhein-Westfalen als ungefährdet, jedoch von Naturschutzmaßnahmen abhängig. Es handelt sich um eine seltene Greifvogelart, die sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand befindet. Diese Art ist ebenfalls nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie geschützt.

Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
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