Amprion untersucht Boden am geplanten Konverterstandort

Ab Montag, 17. Februar 2020, untersucht Amprion den Boden des geplanten Konverterstandorts in Osterath. Zunächst wird sondiert, ob die Bereiche frei von Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg sind. Anschließend prüfen Experten, ob sich auf der Fläche Bodendenkmäler befinden.

Amprion richtet die Flächen nach den Grabungen wieder her und entschädigt Grundstückseigentümer und Bewirtschafter für etwaige Flurschäden. Der Übertragungsnetzbetreiber führt die archäologischen Untersuchungen in Abstimmung mit den zuständigen Kreisbehörden durch. Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Wochen.

Amprion hatte im September letzten Jahres die Genehmigung für den Bau des Ultranet-Konverters in Meerbusch-Osterath beim Rhein-Kreis Neuss beantragt. Nach einer Fristverlängerung hat Amprion die Unterlagen zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung ergänzt. Im Anschluss an die Vollständigkeitsprüfung durch die Behörde beginnt die Beteiligung der Fachbehörden und der Stadt Meerbusch durch den Kreis als Genehmigungsbehörde.

Konverter – unverzichtbare Stütze für die Region

Um die Gleichstromverbindungen Ultranet und A-Nord in das europaweit übliche Wechselstromnetz einzubinden, sind Konverter an den Endpunkten der Projekte notwendig. Sie wandeln Wechselstrom in Gleichstrom und umgekehrt. Zudem lässt sich über sie die Netzspannung regulieren und stabilisieren – eine Funktion, die heute vor allem konventionelle Kraftwerke übernehmen. So reagiert der Konverter flexibel auf Schwankungen bei Stromnachfrage und -angebot und kann die sogenannte netzunterstützende Blindleistung für das Wechselstromnetz bereitstellen. Die Anlage kann als Gleich- und als Wechselrichter betrieben werden und damit die Lastflussrichtung wechseln. Strom kann also von Norden nach Süden und in umgekehrter Richtung transportiert werden. Ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Stromübertragung in Zeiten der Energiewende zu gewährleisten.

Joëlle Bouillon
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Joëlle Bouillon
Projektkommunikation
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