Karriere bei Amprion

1000 Kilometer Leiterseile und 3500 Tonnen Stahl

Der Zeitplan ist straff. Bereits Ende Dezember dieses Jahres will der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion seine neue 380.000-Volt-Höchstspannungsfreileitung von Weißenthurm bis zur Landesgrenze bei Bad Neuenahr-Ahrweiler in Betrieb nehmen. Über 100 neue Masten werden errichtet, 3800 Tonnen Stahl verbaut und rund 1000 Kilometer Leiterseile aufgehängt. 266 alte Strommasten werden demontiert. Die gesamte Baumaßnahme kostet rund 45 Millionen Euro.

Baubeginn im Januar

Hermann Schneider, zuständiger Projektleiter am Standort Saffig der Amprion GmbH: "An dem Projekt sind drei große Leitungsbauunternehmen beteiligt, damit wir auf der gesamten Strecke gleichzeitig bauen können." In den Sommermonaten Juli bis September werden bis zu 250 Monteure der SAG aus Montabaur, der GA Hochspannung Leitungsbau aus Walsrode und der Alpine Energie aus Biberach auf der Baustelle beschäftigt sein. Bis Ende Mai sollen die Fundamente für die 107 Masten auf der insgesamt etwa 35 Kilometer langen linksrheinischen Trasse zwischen Weißenthurm und Bad Neuenahr-Ahrweiler fertiggestellt werden. Ab Juni werden dann die neuen im Schnitt 60 Meter hohen Strommasten errichtet. Gleichzeitig werden 266 alte Strommasten demontiert. Der Stahlschrott wird von den Baufirmen abtransportiert und später wiederverwertet.

Insgesamt rund 1000 Kilometer Leiterseile werden für die beiden 380.000-Volt-Stromkreise und die beiden 110.000-Volt-Stromkreise ab Oktober auf die Masten aufgezogen.

"Möglichst noch vor Weihnachten wollen wir die neue Leitung in Betrieb nehmen", sagt Schneider. Sie wird benötigt, um den an der Nordseeküste produzierten Windstrom in die süddeutschen Verbrauchszentren transportieren zu können.

Die rheinland-pfälzische Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord aus Koblenz hatte den Bau der Leitung am 26. November 2009 genehmigt.

Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
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