Karriere bei Amprion

Amprion startet Offshore-Projekt

Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion bereitet sich darauf vor, Offshore-Windparks anzubinden. Dafür hat das Unternehmen eine neue Organisationseinheit gegründet und verstärkt sich personell.

Hintergrund ist der Entwurf des Flächenentwicklungsplans des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH). Dieser sieht vor, dass Amprion zwei Offshore-Netzanbindungssysteme realisiert. Die beiden Offshore-Anbindungen sollen in der Umspannanlage Hanekenfähr (Niedersachsen) angeschlossen werden, sodass Amprion für die Realisierung des gesamten Anschlusses verantwortlich ist. Ziel ist, Wind-Strom direkt von der Nordsee näher an die großen Verbrauchszentren im Westen Deutschlands zu transportieren und damit gleichzeitig das Netz im Norden zu entlasten.

Die Inbetriebnahme der Anbindungen ist für 2028 und 2029 vorgesehen. Das erste System wird eine Trassenlänge von etwa 220 Kilometer haben, davon 50 Kilometer auf See und eine Übertragungsleistung von etwa 900 Megawatt. Das zweite System hat eine Leistung von etwa 980 Megawatt und wird mit einer Trassenlänge von rund 300 Kilometer geplant, wobei 130 Kilometer unterseeisch verlegt werden.

Die Trassenführung steht noch nicht fest. Amprion plant, im ersten Halbjahr 2019 vorbereitende Gespräche mit den Trägern öffentlicher Belange zu führen sowie grundlegend über das Projekt zu informieren. Das Unternehmen sieht auch vor, Teile des Offshore-Teams in einem Projektbüro in Hamburg anzusiedeln.

Dr. Hans-Jürgen Brick, kaufmännischer Geschäftsführer der Amprion GmbH, sagt: "Die Integration von Offshore-Wind bildet ein zentrales Element im Umbau unseres Energiesystems. Voraussetzung sind jedoch entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen, die eine wirtschaftliche Umsetzung ermöglichen."

Der Anschluss der beiden Offshore-Anbindungssysteme in der Anlage Hanekenfähr wurde vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im Entwurf des Flächenentwicklungsplans vom 26. Oktober 2018 aufgenommen. Die Bundesnetzagentur gab dem Projekt im Netzentwicklungsplan 2030, Version 2017 grünes Licht.

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Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
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