Neues von den Ultranet Baustellen
Seit Ende Oktober 2025 ist die Gleichstromverbindung durchgehend genehmigt und in Umsetzung, Ende 2026 soll sie in Betrieb gehen. Auf dieser Seite berichten wir über aktuelle Baufortschritte.
Tag der offenen Baustelle
Am Samstag, 20. September 2025 öffnete die Baustelle des Konverters in Meerbusch-Osterath ihre Tore für die Öffentlichkeit. Insgesamt nutzten 400 Interessierte die Gelegenheit, sich vor Ort über den Fortschritt des Projekts zu informieren.
Besonders gefragt waren die Baustellenführungen: Die Touren für knapp 300 Besucher*innen waren schnell ausgebucht. Viele Gäste zeigten sich schwindelfrei: Sie genossen einen Blick von oben über die Baustelle und das Umland auf einer 18 Meter hohen Hebebühne.
Arbeiten in Kaarst und Bergheim
Im Januar 2026 setzt Amprion die Arbeiten für die Gleichstromverbindung Ultranet im nördlichsten Genehmigungsabschnitt im Rhein-Kreis Neuss und Rhein-Erft-Kreis fort. In Kaarst werden zwei Freileitungsmaste demontiert und im direkten Umfeld durch neue ersetzt. An der Umspannanlage Rommerskirchen in Bergheim werden ebenfalls zwei Maste neu gebaut.
Masterhöhungen in Bornheim
Auch in Nordrhein-Westfalen gehen die Arbeiten ungebremst weiter. Im Februar 2026 haben wir hier unter anderem fünf Maste in Bornheim um zweieinhalb bzw. fünf Meter erhöht. Das Vorgehen mit drei Kränen vor Ort war eindrucksvoll: Der Hauptkran mit einer maximalen Tragkraft von 600 Tonnen hob das Mastoberteil mit den Leiterseilen an, während zwei Hilfskräne zum Aufrichten und Einheben des sogenannten Zwischenschusses unterstützten. In dem Abschnitt zwischen Rommerskirchen und Landesgrenze NRW/RLP werden insgesamt acht Maste erhöht und zwei Maste umgebaut.
Baustart im Abschnitt E1 zwischen Rommerskirchen - Landesgrenze NRW/RLP
Amprion beginnt im Januar 2026 auch mit den Baumaßnahmen zwischen Rommerskirchen und der Landesgrenze NRW/Rheinland-Pfalz. An den Masten auf der rund 63 Kilometer langen Strecke zwischen der Umspannanlage Rommerskirchen in Bergheim und der Landesgrenze NRW/RLP wird überwiegend nur die Isolation angepasst. Von den ca. 200 bestehenden Strommasten, die Amprion für den Gleichstromkreis nutzen will, müssen fünf Maste in Bornheim und drei Maste in Wesseling erhöht werden. An der Umspannanlage Rommerskirchen in Bergheim und an der Umspannanlage Brauweiler in Pulheim wird Amprion jeweils einen Mast umbauen Außerdem werden im Bereich der Umspannanlage Rommerskirchen im Mai 2026 Seilzugarbeiten stattfinden.
Seilzugarbeiten für Ultranet zwischen Weißenthurm und Koblenz
In Rheinland-Pfalz rüsten wir unsere Strommaste zwischen den Umspannanlagen Weißenthurm und Koblenz mit neuen Leiterseilen aus. Der Tausch der Leiterseile für die Gleichstromverbindung beginnt Mitte März mit der Einrichtung der Baustelle. Über temporäre Straßensperrungen wird Amprion im Vorfeld informieren.
Baustart im Taunus
Im März haben wir im Genehmigungsabschnitt D1 mit der Umsetzung des Ultranet im Taunus begonnen. 28 von 102 Strommasten im Rheingau-Taunus-Kreis und Main-Taunus-Kreis werden umgebaut.
Im Rheingau-Taunus-Kreis sind insgesamt fünfzehn Freileitungsmaste betroffen:
In Niedernhausen (6), Idstein (4) und Hünstetten (3) werden insgesamt dreizehn Maste erhöht. In Niedernhausen und Idstein wird jeweils ein Freileitungsmast altersbedingt erneuert. In Niederhausen wird außerdem das Fundament eines zu erhöhenden Mastes verstärkt. Im Main-Taunus-Kreis werden dreizehn Freileitungsmaste in Hofheim (11) und Eppstein (2) erhöht.
Neubau der Rheinkreuzung im Landkreis Mayen-Koblenz
Für die Gleichstromverbindung Ultranet erneuert Amprion die Rheinkreuzung bei Koblenz. Anfang Dezember haben die Bauarbeiten mit vorbereitenden Maßnahmen in Koblenz und Niederwerth begonnen, in Urbar starteten die Arbeiten im Januar 2026. Für Ultranet nutzt Amprion die bestehende Freileitungstrasse, die in Koblenz-Wallersheim, Niederwerth und Urbar den Rhein kreuzt. Die drei bestehenden Freileitungsmaste wurden zuletzt in den 80er Jahren saniert und müssen nun altersbedingt ausgetauscht werden. Die Bestandsmaste werden im direkten Umfeld durch einen neuen Mast ersetzt. Die Ersatzneubaumaste in Koblenz (93,5 Meter) und Niederwerth (96,5 Meter) sind rund 15 Meter niedriger als die Bestandsmasten, die demontiert werden. In Urbar ist der neue Mast mit rund 66 Meter etwas höher als der 60 Meter hohe Rückbaumast.