Hattingen-Linde Planungsstand

Das Vorhaben befindet sich in einem sehr frühen Planungsstadium und noch nicht im formellen Genehmigungsverfahren.

Der Neubau der 380-Kilovolt-Höchstspannungsfreileitung zwischen den Umspannanlagen in Hattingen, Linde und der neu zu errichtenden Anlage im Bereich Linderhausen soll in den bestehenden Trassen der 220-Kilovolt-Leitungen erfolgen. Diese Bestandsleitungen werden aktuell in 110-Kilovolt durch den Eigentümer, Westnetz GmbH, betrieben. Ziel der Planung ist, im nördlichen Abschnitt von Hattingen nach Linderhausen die 110-Kilovolt Stromkreise auf einem neuen 380-/110-Kilovolt Gestänge mitzuführen. Gemäß Bundesbedarfsplangesetz ist das Leitungsbauprojekt als Freileitung zu realisieren.

Die Planung des Leitungsbauprojektes ist in diesem Jahr gestartet und befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt auf Ebene der Raumordnung. Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens prüft die zuständige Genehmigungsbehörde zunächst, ob die Pläne des Vorhabenträgers die Belange der Raumordnung angemessen berücksichtigen. Diese sind beispielsweise in Regionalplänen festgelegt. Das Verfahren kann jedoch auf Antrag des Vorhabenträgers und Beschluss der Raumordnungsbehörde entfallen. Dies ist zum Beispiel regelmäßig dann gegeben, wenn eine bereits bestehende Trasse im Sinne des Bündelungs- und Minimierungsgebotes sinnvoll weitergenutzt werden kann.

Aufgrund der bestehenden 220-Kilovolt Trassen, ist vorgesehen seitens Amprion eine Anzeige auf Verzicht des Raumordnungsverfahrens zu stellen. Eventuelle raumordnerische Entscheidungen und kleinräumige Anpassungen des Trassenverlaufs werden dann innerhalb des Planfeststellungsverfahrens vorgenommen.

Trotz des frühen Planungsstadiums hat die Amprion parallel zur Vorbereitung der Anzeige bereits öffentliche Bürgerinfo-Abende durchgeführt. Dort wurden das Vorhaben und der aktuelle Planungsstand vorgestellt, sowie lokale Hinweise aufgenommen, die bei der Planung berücksichtigt werden.

Parallel zur raumordnerischen Anzeige und in Vorbereitung auf das spätere Planfeststellungsverfahren, starten dieses Jahr sowohl die faunistische Planungsraumanalyse als auch biologische Kartierungen. Erstere dient dazu, Erkenntnisse über die Fauna und deren für die Planung relevanten Arten und Artengruppen im Planungsgebiet zu gewinnen und daraus abzuleiten, wo und in welcher Weise biologische Kartierungen erforderlich werden. Die dafür erforderlichen Untersuchungen werden u.a. mittels Begehungen durchgeführt und sind bereits ortsüblich bekanntgemacht worden. Weitere anstehende Kartierungen werden ebenfalls voraussichtlich Endes dieses Jahres frühzeitig ortsüblich bekannt gemacht.

Parallel dazu starten derzeit die ersten technischen Planungen. Im Laufe des kommenden Jahres werden dazu u.a. punktuelle Baugrunduntersuchungen vor Ort durchgeführt. Diese werden ebenso wie die umweltfachlichen Begehungen ortsüblich bekannt gemacht und die betroffenen Grundstückseigentümer frühzeitig von uns kontaktiert, informiert und über die Untersuchung aufgeklärt.

Einen Überblick über den voraussichtlichen Zeitplan der Planung finden Sie in der untenstehenden Grafik:

Ziel der Planung ist, eine Linienführung zu bestimmen, welche unter Berücksichtigung sämtlicher Schutzgüter, rechtlicher Vorgaben und technischer Machbarkeit die bestmögliche Realisierung des Vorhabens darstellt.

Kommunikation und Information zum Vorhaben

Aufgrund der Lage des Projektes in einem dicht besiedelten Raum und einer bereits durch starke infrastrukturelle Maßnahmen geprägten Umgebung, sind wir uns der herausfordernden Aufgabe, verantwortungsvoll und nachvollziehbar zu planen und zu kommunizieren, bewusst.

Unser zentrales Ziel ist eine transparente, aufklärende und beteiligende Kommunikation zum Projekt. Wir haben den Anspruch eine nachvollziehbare Darstellung unserer Vorgehensweise, insbesondere bezüglich der komplexen verfahrenstechnischen Schritte von der Raumordnung bis zur Planfeststellung sicherzustellen. Wir wollen die Abläufe innerhalb der förmlichen Verfahren nachvollziehbar darstellen und dadurch Spielräume und Beteiligungsmöglichkeiten für Stakeholder innerhalb dieser aufzeigen. Deshalb werden wir auf dieser Seite zu den weiteren Planungsschritten informieren und den Planungsstand stets aktuell darstellen.

Termine zu zukünftigen Informationsveranstaltungen werden unter „Aktuelles und Termine“ bekanntgegeben.

Umspannanlagen Projekte

Im Rahmen des Vorhabens sind die bereits bestehenden Umspannanlagen in Hattingen und Linde (Stadt Wuppertal, Bezirk Ronsdorf) zu erweitern bzw. auszubauen. Um die 110-Kilovolt Stromkreise im südlichen Abschnitt von Linderhausen nach Linde entfallen lassen zu können, ist eine Umspannanlage im Raum Linderhausen notwendig. Zudem ist der Bereich Linderhausen für die Westnetz GmbH ein entscheidender Punkt zur Versorgung des Verteilnetzes und leistet einen entscheidenden Beitrag zur lokalen Versorgung der Region.

Im nächsten Planungsschritt werden potentielle Flächen zur Errichtung der Umspannanlage im Raum Linderhausen gesucht. Eine Karte, die den Raum Linderhausen zeigt, finden Sie im Downloadbereich.

Die Umspannanlagenprojekte werden nicht im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens genehmigt, sondern werden nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt. Daher wird die Amprion bei den zuständigen Genehmigungsbehörden entsprechende Anträge stellen. Diese Genehmigungsverfahren werden separat zur raumordnerischen Anzeige und Planfeststellungsverfahren für das Leitungsbauprojekt geführt.

Eine bestmögliche zeitliche Parallelisierung der unterschiedlichen Genehmigungs- und Bauphasen der Umspannanlagen- und des Leitungsbauprojektes wird angestrebt.

Wir aktualisieren diesen Bereich stets entsprechend des aktuellen Planungsstands und ergänzen die Informationen entsprechend.