Betroffene Gemeinschaften

Einbindung der Öffentlichkeit in Projektregionen

Wir sind uns bewusst, dass der Umbau des Energiesystems nur auf der Basis einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung funktioniert. Besonders der Bau neuer Leitungen berührt die Interessen vieler Menschen. Deshalb ermöglicht Amprion bereits in einer frühen Planungsphase Umweltverbänden, Vereinen, Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern, sich mit ihren Anliegen an den Netzausbauprojekten zu beteiligen. Wir klären darüber auf, warum neue Stromverbindungen nötig sind und wie sie geplant, genehmigt und gebaut werden. Und wir laden noch vor dem formellen Genehmigungsverfahren ein, sich zu informieren und Hinweise zu geben. Damit gehen wir über gesetzliche Anforderungen hinaus und schaffen die Grundlage für einen breit angelegten Dialog. In jedem unserer Projekte kümmert sich eine feste Person aus der Projektkommunikation um die Belange lokaler und regionaler Interessengruppen.

Darauf aufbauend setzen wir für einen bürgernahen Austausch in den betroffenen Projektgebieten auf unterschiedliche Dialogformate. Um möglichst viele Menschen einzubeziehen, haben wir das Angebot bewusst breit angelegt. Die lokale Perspektive ist wichtig, um gemäß den örtlichen Begebenheiten verträgliche Lösungen umzusetzen. Mit unseren Beteiligungsformaten binden wir das vor Ort aufgenommene Wissen frühzeitig mit ein – je nach Bedarf und Zielgruppe mithilfe analoger oder digitaler Formate.

Unsere Dialogformate für Bürger*innen sowie Kommunen

Bürgerinfomarkt

Dialogorientiertes Informations- und Konsultationsangebot für alle Stakeholder in der Projektregion

Bürgersprechstunde

Persönliches Dialogangebot zu verschiedenen Themen

Stakeholdergespräche

Informative Einzel- oder Gruppengespräche mit relevanten Akteurinnen und Akteuren

Exkursionen & Ortstermine

Vor-Ort-Gespräche in Projektgebieten

Infomobil

Informationsangebot für kleinere Ortschaften zum raumunabhängigen und flexiblen Austausch

Gemeinschaftsentwicklung

Unter Gemeinschaftsentwicklung bündelt Amprion Projekte zum gesellschaftlichen Engagement in den Netzregionen.

Ehrenamtliches Engagement ist eine zentrale Säule der deutschen Gesellschaft. Es ermöglicht Zusammenhalt, soziale Stabilität und eine bessere Bewältigung von Krisen – und für Amprion ist es selbstverständlich, die eigenen Mitarbeitenden bei dieser wichtigen gesellschaftlichen Arbeit zu unterstützen. Dafür hat das Unternehmen bereits im Jahr 2003 das Programm „SPIN – Soziale Projekte im Netz“ ins Leben gerufen. Das Angebot: Wer sich ehrenamtlich engagiert, kann bis zu 2.000 Euro Förderung für sein Vorhaben beantragen. Auf diese Weise flossen im Jahr 2025 rund 60.000 Euro in die ehrenamtlichen Projekte und Aktionen der Amprion-Mitarbeitenden.

Das Community Development ist ein weiteres, langfristig angelegtes Förderprogramm, das Projekte und Initiativen unterstützt, die Bildungs- und Chancengerechtigkeit in der Gesellschaft zu stärken. Hier hat Amprion 2025 etwa 115.000 Euro investiert: Die Projekte reichen von frühkindlicher Bildung bis hin zur Berufsorientierung und Hochschulbildung. Sie alle verfolgen das Ziel, Bildungshürden abzubauen, um den Zugang zu guter Bildung zu erleichtern.

Bis Ende 2026 will Amprion darüber hinaus ein unternehmensweites Konzept für Corporate Volunteering entwickeln, um das Engagement strategisch auszurichten und Mitarbeitende noch stärker einzubinden.