Wir gestalten unsere Arbeitsbedingungen so, dass wir auch in der Energiewende ein attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber sind. Im Jahr 2025 haben bei uns genau 3.507 Mitarbeitende (3.433,8 Vollzeitäquivalente) gearbeitet, die Fluktuationsquote lag bei lediglich 2,5 Prozent. Mehr als drei Viertel unserer Belegschaft ist tarifgebunden (rund 76 Prozent) und fast alle fallen unter die Zuständigkeit von Arbeitnehmervertretungen. Für sie sorgen regionale Betriebsräte in Brauweiler, Dortmund und Hoheneck sowie ein Gesamtbetriebsrat, mit denen wir gemeinsam die Arbeitsbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln.
Unsere Arbeitsbedingungen sind von fairen Entgelten und klar geregelten Arbeitszeiten geprägt, die überwiegend durch den Branchentarifvertrag abgedeckt sind. Ergänzende Betriebsvereinbarungen – etwa zu mobilem Arbeiten, flexiblen Arbeitszeitmodellen, Teilzeit oder betrieblicher Elternzeit – ermöglichen unseren Mitarbeitenden eine bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und geben ihnen zugleich Planungssicherheit und Stabilität.
3.507
Mitarbeitende
im Jahr 2025
Kompetenzentwicklung
Wir verstehen Kompetenzentwicklung als zentrale Voraussetzung dafür, die Energiewende zuverlässig mitzugestalten. Deshalb bauen wir auf eine bedarfsgerechte, individuelle und zielgerichtete Personalentwicklung, mit der wir Mitarbeitende in ihren aktuellen Aufgaben stärken und sie auf zukünftige Anforderungen vorbereiten.
Wir bieten ein breites Spektrum an Trainings, Seminaren und Workshops an und bündeln unsere Weiterbildungsangebote in einem digitalen Lernportal, über das sich Mitarbeitende jederzeit informieren, Kurse buchen und webbasierte Trainings absolvieren können. 2025 fanden rund 1.200 interne Weiterbildungen mit mehr als 14.000 Teilnahmen sowie etwa 670 externe Weiterbildungen statt. Das entspricht durchschnittlich fast 35 Schulungsstunden pro Person und zeigt, welchen Stellenwert Lernen und Entwicklung bei uns haben.
Für Führungskräfte gibt es zudem ein Onboarding, Programme zur Entwicklung von Führungs- und Veränderungskompetenzen sowie gezielten Coachings zu aktuellen Führungsthemen, beispielsweise zum Führen auf Distanz oder zum Umgang mit Befragungsergebnissen. Neben der Weiterbildung der Mitarbeitenden baut Amprion eigene Ausbildungszentren und -werkstätten auf, um den Fachkräftebedarf im technischen, kaufmännischen und IT‑Bereich langfristig zu sichern.
Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Unser Ziel ist, dass alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung fair behandelt werden. Wir wollen eine gleiche Bezahlung vorantreiben, Diskriminierung und Belästigung konsequent vorbeugen und einen respektvollen, wertschätzenden Umgang im Arbeitsalltag fördern. Dazu verfolgen wir eine Strategie zur Geschlechterparität und Chancengerechtigkeit, mit der wir den Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft und in Führungspositionen gezielt erhöhen wollen.
Ergänzend verfügen wir über ein Diversity‑Konzept mit Schwerpunkten auf Geschlecht, Alter, kulturellen Hintergrund, sexuelle Orientierung und Identität sowie körperliche und geistige Fähigkeiten. Bei Amprion existieren zudem zahlreiche interne Netzwerke wie beispielsweise das Frauennetzwerk, das Queere Netzwerk oder die Gesamtschwerbehindertenvertretung, die Standpunkte und Interessen der jeweiligen Gruppe aufnehmen und bei Bedarf gegenüber dem Unternehmen formulieren. Um Diskriminierung entgegenzuwirken, haben wir Regelungen und eine Beauftragte nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), eine Awareness‑Beauftragte für sexualisierte Belästigung sowie E‑Learnings zum AGG etabliert.
Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
Die Arbeit rund um unser Stromnetz bedarf höchster Sicherheitsstandards. Um Gefährdungen zu minimieren, verfügt Amprion unter anderem über ein zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS). Das AMS umfasst arbeitsschutzbezogene Regelungen sowie Vorgaben für alle Unternehmensbereiche und Beschäftigten von Amprion. Es wird, unter anderem in Anlehnung an die internationale Norm DIN ISO 45001, durch die zuständige Berufsgenossenschaft (BG ETEM) regelmäßig auditiert, auch im Hinblick auf die Wirksamkeit. Mitarbeitende werden durch einen Arbeitssicherheitsausschuss, Sicherheitsbeauftragte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit aktiv in den Arbeitsschutz eingebunden. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sicherheitsbegehungen auf Baustellen und Betriebsanlagen sowie strukturierte Erfahrungsaustausche. Unser Konzept endet aber nicht bei den Mitarbeitenden: Für Dienstleister gelten die gleichen Schutzanforderungen wie für eigene Mitarbeitende.
Amprion schafft nicht nur sichere Arbeitsbedingungen, sondern fördert auch die Gesundheit der Beschäftigten. Dazu gehören Gesundheitstage, verschiedene Präventionskurse oder Krebsvorsorgeuntersuchungen.
Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht
Entlang unserer Wertschöpfungskette treten wir für die Anerkennung, Unterstützung und Einhaltung von Grundwerten auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung ein. Das erwarten wir auch von unseren externen Partnern.
Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um sicherzustellen, dass sie ebenfalls die Standards des Lieferantensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) einhalten. Gemeinsam streben wir nach einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Lieferkette. In unserem Lieferantenverhaltenskodex fordern wir deshalb die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeitssicherheit und Umweltschutz sowie rechtlich und ethisch einwandfreies Handeln.
Bei der Umsetzung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht orientieren wir uns am Nationalen Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“. Gemäß den Anforderungen des LkSG hat Amprion verbindliche Sorgfaltsprozesse etabliert, um die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechten entlang der Lieferkette zu kontrollieren und zu fördern.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)
Grundsatzerklärung
Im Rahmen dieser Pflichten hat unsere Geschäftsführung eine Grundsatzerklärung über Amprions Menschenrechtsstrategie verabschiedet und veröffentlicht. Unsere Grundsatzerklärung dient als Grundlage für die Umsetzung der Umwelt- und menschenrechtlichen Standards bei Amprion.
Zur Wahrung der Umwelt- und Menschenrechte hat Amprion zudem ein unternehmensinternes Beschwerdeverfahren eingerichtet. Die Verfahrensordnung ist hier zu finden. Das Beschwerdeverfahren ermöglicht Personen, auf menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken sowie auf Verletzungen menschenrechtsbezogener oder umweltbezogener Pflichten hinzuweisen. Die Meldungen können entweder an unseren Compliance-Officer Dr. Christoph Richter oder unseren Ombudsmann Dr. Thomas Höch erfolgen. Neben der internen Meldestelle ist eine Meldung an die externe Meldestelle des Bundes ebenfalls möglich.
Unseren LkSG-Bericht für das Jahr 2024 an das Bafa finden Sie hier. Unseren LkSG-Bericht für das Jahr 2025 an das Bafa finden Sie hier.