Marktbericht 2026
Das geht aus dem Amprion-Marktbericht 2026 hervor. Demnach gelang es im Jahr 2025, nach den Erfahrungen mit der Hellbrise zusammen mit den Direktvermarktern neue Flexibilitäten zur Abregelung von PV-Anlagen bei negativen Preisen zu heben. Das hat die Lage zumindest entschärft. Der Marktbericht 2025 hatte noch die Herausforderung adressiert, dass etwa die Hälfte der deutschen PV-Produzenten eine feste Einspeisevergütungen bekamen, die nicht von den Marktpreisen abhängt und keinen Anreiz bietet, ihre Produktion im Falle negativer Preise zu reduzieren. Im Marktbericht 2026 zeigt sich, dass ebenfalls die Abregelung der direktvermarkteten PV-Anlagen gering war. Das kann zu einem Überangebot an Strom führen, was wiederum die Preise ins Minus drückt. Im Jahr 2025 konnten gemeinsam die angesprochenen Flexibilitätspotentiale bei der Direktvermarktung gehoben werden, während kleine PV-Anlagen weiterhin inflexibel bleiben.
Flexibilität bleibt das große Thema
Tenor des neuen Berichts: Der deutsche Strommarkt funktioniert, weil er in den europäischen Strommarkt eingebunden ist und alle Flexibilitäten mitnutzen kann. Allerdings haben auch Inflexibilitäten insofern einen Einfluss, dass Nachbarländer natürlich auch deutsche Flexibilitäten abrufen.
Beim Redispatch zeigt sich unterdessen ein überraschender Trend: Trotz des laufenden Zubaus der Erneuerbaren sank der Redispatchbedarf im Jahr 2025. Die Ursache ist die geringe Windeinspeisung. Trotz dieses Befundes bleibt aber Flexibilität angesichts immer mehr Einspeisung aus volatilen Quellen ein zentrales Thema. Um diese besser einbinden zu können, benötigen die Übertragungsnetzbetreiber jedoch neue Ansätze, um auf Marktsituationen reagieren zu können.
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