Freileitungskontrolle per Helikopter
Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion überprüft ab dem 22. Mai seine Höchstspannungsfreileitungen (220 und 380 Kilovolt) in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Kontrollen erfolgen mit einem Helikopter und dauern voraussichtlich bis Anfang Juni 2026.
Amprion kontrolliert in regelmäßigen Abständen seine Freileitungen, um den Zustand der Leitungen systematisch zu erfassen und mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen. Die Maßnahmen dienen der sicheren Stromversorgung von Millionen Menschen und tausenden Unternehmen im Amprion-Netzgebiet. Ab dem 22. Mai 2026 werden Freileitungen im Siegerland, im Rheinland, am Mittelrhein und in der Rhein-Main-Region mit Hilfe eines Helikopters kontrolliert. Dabei werden insgesamt rund 2.400 Masten und etwa 800 Stromkreiskilometer überprüft. Bereits im April hatte Amprion Freileitungen per Helikopter kontrolliert, diese Kontrollen werden nun fortgesetzt.
Flugplan abhängig vom Wetter
Die Befliegungen dauern voraussichtlich bis Anfang Juni. Da die Flüge nur bei geeigneten Wetterbedingungen stattfinden können, sind kurzfristige Änderungen im Ablauf möglich. Ein detaillierter Flugplan kann daher nicht im Voraus veröffentlicht werden.
Die Leitungen in den folgenden Bereichen werden kontrolliert:
- Siegerland (Alsdorf, Betzdorf, Eitorf, Hamm (Sieg), Mittelhof, Pracht, Siegen, Wissen)
- Rheinland (Brühl, Erftstadt, Frechen, Hennef (Sieg), Hürth, Kaarst, Köln, Leverkusen, Meerbusch, Neuss, Niederkassel, Pulheim, Rommerskirchen, Sankt Augustin, Siegburg, Troisdorf, Wesseling)
- Mittelrhein (Dörth, Eitelborn, Emmelshausen, Halsenbach, Hahnstätten, Holzappel, Kisselbach, Koblenz, Leiningen, Liebshausen, Mülheim-Kärlich, Pfalzfeld, Stromberg, Vallendar, Welschneudorf, Wiebelsheim, Windesheim, Winningen)
- Rhein-Main (Hofheim am Taunus, Hünfelden, Idstein, Niedernhausen)
Höchstleistungen für ein stabiles Stromnetz
Die Sichtkontrolle aus der Luft mit Hilfe eines Helikopters ergänzt die regelmäßigen Inspektionen vom Boden, bei denen die Stromleitungen abgelaufen und Masten bestiegen werden. Beide Verfahren greifen ineinander: Während vom Boden vor allem Mastbauteile und Fundamente überprüft werden, ermöglichen die Kontrollflüge einen schnellen Gesamtüberblick über lange Leitungsabschnitte. Der Helikopter fliegt die Stromleitungen mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h ab. Neben dem Piloten sind Fachkräfte eines Dienstleisters im Einsatz, die eine hochauflösende Fotodokumentation der Stromleitungen erstellen. Amprion wertet diese Aufnahmen im Anschluss aus, um Auffälligkeiten und Schäden systematisch zu erfassen. Festgestellte Mängel werden im Nachgang durch Monteur*innen behoben. Besonders gravierende Schäden werden unverzüglich gemeldet und umgehend beseitigt.
Für die Helikopterpilot*innen ist die Leitungsbefliegung trotz jahrelanger Erfahrung anspruchsvoll, da sie in niedriger Höhe zum Teil bis auf wenige Meter an die Masten und Leiterseile heranfliegen müssen. Gleichzeitig müssen die Wetterbedingungen einen sicheren Flugbetrieb und verlässliche Aufnahmen zulassen.
Durch die Kontrollflüge erhält Amprion innerhalb weniger Wochen einen detaillierten Überblick über viele tausend Kilometer seines Höchstspannungsnetzes. Damit kann Amprion Maßnahmen gezielt dort ansetzen, wo sie notwendig sind, um den sicheren Betrieb des Stromnetzes zu gewährleisten.