Bauarbeiten für Erdkabelverbindung zwischen Voerde und Rheinberg beginnen

Amprion beginnt mit den Bauarbeiten an der Erdkabelverbindung zwischen Voerde und Rheinberg. Ein Baunewsletter hält Interessierte auf dem Laufenden.

Die bestehende Stromverbindung zwischen der Umspannanlage Niederrhein in Wesel und der Umspannanlage Osterath bei Meerbusch soll verstärkt werden. Im Bereich der vorgesehenen Erdkabelverbindung zwischen Voerde und Rheinberg-Budberg haben zuletzt bauvorbereitende Maßnahme wie Gehölzrückschnitte und Vergrämungsmaßnahmen stattgefunden. Vergrämungsmaßnahmen zielen im Rahmen des Naturschutzes darauf ab, Vögel von kommenden Arbeitsflächen fernzuhalten, damit sie später nicht von Baumaßnahmen gestört werden können.

Nun beginnen die eigentlichen Maßnahmen für den Bau der Erdkabelverbindung. Die Inbetriebnahme ist für 2031 vorgesehen. Mitte April hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die Umsetzung per Planfeststellungsbeschluss genehmigt.

„Wir werden nun sowohl zunächst die Baustelle entlang der Trasse als auch die Zuwegungen einrichten“, erklärt Amprion-Projektsprecher Christoph Alt. „Ebenso werden wir beginnen, die Baugruben für das Tunnelbauwerk an der Momm-Niederung vorzubereiten. Straßensperrungen werden wir – sofern erforderlich – separat ankündigen. Dafür werden wir unter anderem auch den extra aufgesetzten Bau-Newsletter nutzen, um über den Baufortschritt oder kommende Einschränkungen schnell und direkt zu informieren.“

Trassenverlauf von Voerde nach Rheinberg

Der elf Kilometer lange Genehmigungsabschnitt „Rheinquerung“ war vom Gesetzgeber als Erdkabelpilotstrecke in das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) aufgenommen worden. „Dieser gesetzliche Rahmen ist auch der Grund, weshalb wir eine

Teil-Erdverkabelung prüfen konnten“, so Alt. „Nach intensiver Prüfung unterschiedlicher Trassenverläufe setzte sich dieser Trassenverlauf mit einem kurzen Freileitungsanteil und einem längeren Erdkabel gegen andere Varianten durch. Ausschlaggebend dafür war insbesondere der Artenschutz.“

Offene und geschlossene Bauweise

Die Erdkabelverbindung wird in unterschiedlichen Bauweisen realisiert, um die Erdkabel umweltschonend und sicher zu verlegen. „Während wir auf freiem Feld die offene Bauweise nutzen werden, wird das Naturschutzgebiet Momm-Niederung sowie der Rhein in geschlossener Bauweise gequert“, erläutert der Projektsprecher weiter. Den Schutz von Natur, Boden, Trink- und Grundwasser hat Amprion dabei genau im Blick. Dieser wurde in Gutachten bereits im Genehmigungsprozess umfassend betrachtet. Besondere Schutzmaßnahmen – u. a. die Betankung der Baumaschinen ausschließlich an gesicherten Flächen, die Verwendung von biologisch abbaubaren Betriebsstoffen sowie ein umfassendes Grundwassermonitoring – gewährleisten während des Baus und darüber hinaus die Sicherheit des Trink- und Grundwassers. Eine ökologische Baubegleitung ist bei den Arbeiten stets eng eingebunden.

Die Stromversorgung ist während der Arbeiten durchgehend sichergestellt. Alle Arbeiten finden in Absprache mit den betroffenen Eigentümer*innen der Flächen sowie den zuständigen Behörden statt.

Auf mögliche Straßensperrungen oder Einschränkungen wird Amprion durchgehend hinweisen. Interessierte können den zugehörigen „Bau-Newsletter Rheinquerung (EnLAG 14)“ abonnieren, bei dem Amprion über die laufenden Arbeiten informieren wird.

Weitere Informationen und den Bau-Newsletter zum Projekt finden Sie auf der Projekt-Homepage.

Christoph Alt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Christoph Alt
Projektsprecher