Tiefbauarbeiten im ersten Abschnitt von A-Nord fertiggestellt

Luftaufnahme einer Baustelle für eine Erdkabel-Trasse, die sich als breiter, dunkler Erdstreifen durch eine Landschaft aus grünen und braunen Feldern zieht.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat die Kabelschutzrohranlage für den ersten Abschnitt der Gleichstromverbindungen A-Nord und der beiden Offshore-Netzanbindungssysteme DolWin4 und BorWin4 fertiggestellt.

Der Energiekorridor A-Nord hat ein wichtiges Etappenziel erreicht: Im Abschnitt Niedersachsen 2 (NDS2), der von der Landkreisgrenze Leer/Emsland bis zur Gemeindegrenze Wietmarschen/Nordhorn reicht, hat Amprion den Bau der Kabelschutzrohranlage abgeschlossen. Über eine Trassenlänge von 77 Kilometern hat Amprion den Tiefbau in nur einem Jahr umgesetzt.

„Die Fertigstellung der Kabelschutzrohranlage für den ersten Abschnitt ist für uns ein großer Meilenstein“, sagt Matthias Gierlich, Gesamtprojektleiter von A-Nord. „Seit April 2025 wird in allen Abschnitten gleichzeitig gebaut. Wir sprechen von 120 Baustellen, an denen gleichzeitig gebaut wird. Es sind dabei beispielsweise 180 Bagger im Einsatz, zudem nutzen wir aktuell insgesamt 38 HDD-Anlagen für die unterirdischen Bohrungen.“

Nach dem Erhalt der Genehmigungen seitens der Bundesnetzagentur hatte Amprion im Oktober 2023 in Meppen mit dem Bau der Kabelschutzrohranlage für A-Nord und für die beiden Offshore-Leitungen DolWin4 und BorWin4 begonnen. Seit April 2025 werden die Energiekabel eingezogen.

A-Nord

Die rund 300 Kilometer lange Gleichstromverbindung A-Nord soll künftig etwa zwei Gigawatt an Windenergie aus dem Nordseeraum in Emden aufnehmen und nach Meerbusch-Osterath bei Düsseldorf bringen. Für das Genehmigungsverfahren wurde die Trasse in sechs Abschnitte unterteilt.

DolWin4 & BorWin4

Die beiden Offshore-Netzanbindungssysteme schließen Nordsee-Windparks an das Stromnetz an und verlaufen von Emden bis in den Raum Wietmarschen parallel zu A-Nord. Sie sollen künftig 1,8 Gigawatt Offshore-Windenergie nach Lingen bringen.

Integrierte Projektabwicklung

Der Bau von A-Nord sowie die Parallelführung mit den Offshore-Systemen wird nach dem sogenannten Modell der integrierten Projektabwicklung (IPA) durchgeführt. Amprion nutzt dieses innovative Vertragskonzept zum ersten Mal. Ein Konsortium von sechs Tiefbaufirmen (Bogenstahl Bauunternehmen GmbH, Bohlen & Doyen Bau GmbH, Heitkamp & Hülscher GmbH & Co. KG, Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH, RN Rohrleitungsbau Niederrhein GmbH, Klaus Stewering GmbH & Co. KG) und einem Planungsbüro (Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH) wird die 300 Kilometer lange Erdkabeltrasse von A-Nord bauen.

Tanja Groß
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Tanja Groß
Projektsprecherin