Rhein-Main-Link: Wegesperrungen am Kapellenberg vorerst aufgehoben
Amprion pausiert wie geplant mit den Baugrunduntersuchungen für den Rhein-Main-Link am Kapellenberg. Die Unterbrechung bis Oktober erfolgt in Abstimmung mit den zuständigen Umweltbehörden. Forst- und Zufahrtswege, die für die Voruntersuchungen ausgebaut oder neu errichtet wurden, bleiben zunächst bestehen. Die Wegesperrungen hebt der Netzbetreiber bis zum Herbst auf.
Am Kapellenberg waren zwei Bereiche von Wegesperrungen betroffen. Eine Zone befand sich rund um den Meisterturm zwischen dem Schwarzbach im Osten, dem Königsteiner Kreuz im Norden sowie den Rändern des Hofheimer Siedlungsbereiches im Süden und Osten. Die andere Zone deckte ein circa 500 Meter langes und 1.000 Meter breites Gebiet südlich von Langenhain zwischen der Oranienstraße (L3018) im Westen und der Lorsbacher Straße im Osten ab.
BGU sollen kommenden Winter abgeschlossen sein
Für den Artenschutz, wie zum Beispiel die Rücksicht auf Brutzeiten von Vögeln, pausiert Amprion die Baugrunduntersuchungen bis Oktober und folgt damit den Vorgaben der Umweltbehörden. Bis dahin werden alle Wegesperrungen aufgehoben, sodass Fahrradfahrer oder Spaziergänger die Wege wieder ohne Einschränkungen nutzen können.
Hintergrund für die umfangreichen Baugrunduntersuchungen ist die von Amprion geplante Bauweise zur Verlegung der Erdkabel am Kapellenberg: Die Kabeltrasse soll den Berg tief im Inneren unterqueren. Dafür sollen Tunnel gebaut werden – zum einen ein rund zwei Kilometer langer Tunnel vom Lorsbachtal in Richtung Langenhain, zum anderen ein etwa gleich langer Tunnel in entgegengesetzter Richtung bis hinter die Baucherlöcher Wiesen. Die Untersuchungen sollen Aufschlüsse geben, ob dieser Tunnelbau technisch möglich ist und welches Gerät dafür benötigt wird. Amprion hat das Ziel, die Untersuchungen in der kommenden Winterperiode abzuschließen.