Richtfest für den neuen Amprion Betriebsstandort Ruhr

Am Schalker Bahnhof in Gelsenkirchen entsteht ein neuer Betriebsstandort des Übertragungsnetzbetreibers Amprion. Er übernimmt eine zentrale Rolle im Netzbetrieb im Ruhrgebiet und soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.

Amprion errichtet am Schalker Bahnhof in Gelsenkirchen einen neuen Betriebsstandort. Im Herbst des vergangenen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen, inzwischen ist der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt. Diesen Meilenstein feierte der Übertragungsnetzbetreiber am Dienstag, 24. März 2026, gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Gelsenkirchen sowie dem beauftragten Projektentwicklungs- und Bauunternehmen Ten Brinke und weiteren Projektbeteiligten im Rahmen eines Richtfestes. Die Fertigstellung des Standorts ist für Ende 2026 vorgesehen.

Funktion des neuen Standortes

Amprion versorgt rund 29 Millionen Menschen und ein Drittel der deutschen Wirtschaft zuverlässig mit Strom. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, das Höchstspannungsnetz sicher zu betreiben und kontinuierlich instand zu halten. Mit der Energiewende wird diese Aufgabe komplexer: Das Netz wird an vielen Stellen um- und ausgebaut, und mit der wachsenden Zahl von Netzausbauprojekten steigt auch der Aufwand für den Betrieb: Mehr Komponenten müssen überwacht, gewartet, bei Bedarf repariert und im Störungsfall schnell erreicht werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es wichtig, zusätzliches Fachpersonal in räumlicher Nähe zu Anlagen und Leitungen zu haben.

Mit dem neuen Standort in Gelsenkirchen wird die Präsenz im Ruhrgebiet gezielt gestärkt – näher an den Anlagen und Leitungen und unmittelbar angebunden an die zahlreichen Netzausbau- und Modernisierungsmaßnahmen in der Region.

Katrin Hilmer, COO der Amprion GmbH, nutzte das Richtfest, um die Bedeutung eines robusten Übertragungsnetzes und die Rolle des neuen Standorts für den Netzbetrieb im Ruhrgebiet zu betonen: „Versorgungssicherheit ist ein Standortfaktor und unabdingbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein resilientes Stromnetz entsteht dabei nicht nur durch neue Leitungen und Anlagen, sondern auch durch starke Betriebsstandorte vor Ort. In Gelsenkirchen bündeln wir Fachwissen, verkürzen Wege und sind im Störungsfall noch schneller handlungsfähig.“

Auch Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze unterstrich bei der Veranstaltung die Relevanz einer sicheren Stromversorgung für die Stadt und die gesamte Region: „Gerade jetzt erleben wir wieder, wie wichtig eine sichere Energieversorgung für uns alle ist. Mit dem neuen Amprion Standort wird Gelsenkirchen zu einem noch wichtigeren Knotenpunkt der Energiewende im Ruhrgebiet. Eine sichere und leistungsfähige Stromversorgung ist eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, industrielle Transformation und neue Arbeitsplätze. Dass Amprion hier einen Betriebsstandort als wichtige Schnittstelle für sein Höchstspannungsnetz errichtet, stärkt die Versorgungssicherheit in der gesamten Region und ist ein starkes Signal für unseren Standort. Besonders freuen wir uns über rund 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze sowie neue Ausbildungsangebote im Bereich der Betriebstechnik.“

Neue Kräfte für die Energiewende: Ausbildung am Standort Ruhr in Gelsenkirchen

Der neue Standort bietet zukünftig Platz für rund 100 Mitarbeitende und ist vor allem für den Bereich der Betriebstechnik vorgesehen. Der Betrieb umfasst das Schalten, Regeln, Überwachen und Instandhalten des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus nutzt Amprion den Standort auch für die Ausbildung: Zukünftig sollen bis zu vier Auszubildende pro Jahr ihren Berufsweg als Elektroniker*innen für Betriebstechnik in Gelsenkirchen beginnen.

Amprion bildet jedes Jahr Industrie- und Bürokaufleute, Fachinformatiker*innen sowie Elektroniker*innen für Betriebstechnik aus. Die Ausbildung bei Amprion ermöglicht jungen Menschen den Einstieg in eine der Schlüsselbranchen der Zukunft.

Lucian Grümer
Lucian Grümer
Projektsprecher