400 Tonnen am Kran: Trafotransport zur Schalt- und Umspannanlage Hanekenfähr
Aktuell transportiert der Übertragungsnetzbetreiber Amprion einen Transformator ab Werk in Nürnberg bis in die Umspannanlage Hanekenfähr in Lingen. Am 5. März wird er mittels eines Raupenkrans im Eurohafen Haren vom Schiff auf die Schiene gesetzt.
Der Transformator ist knapp 13 Meter lang, vier Meter breit und 4,5 Meter hoch. Die Größe und das Gewicht von 400 Tonnen erfordern sorgfältige Planung beim Transport. Nicht jeder Weg ist für solche Lasten ausgelegt. „Besonders spannend wird es immer bei der Umladung von einem Transportmittel zum anderen. Ohne den starken Raupenkran würde der Wechsel des Kolosses vom Schiff auf die Schiene nicht klappen. Der direkte Anschluss der Umspannanlage an das Schienennetz erleichtert den Transport am Ziel“, so Amprion-Projektsprecher Lucian Grümer.
Dadurch sind auch keine Straßensperrungen oder anderweitige Einschränkungen erforderlich.
Der Transformator hat bereits einen langen Weg hinter sich. Mitte Februar hat er das Siemens-Werk in Nürnberg verlassen und wurde seither über die Straße zum Nürnberger Hafen geliefert. Von dort ging die Reiseroute mit einem Binnenschiff über Donau, Main und Rhein sowie den Dortmunder-Ems-Kanal. Ab dem 5. März geht es dann nach der Umladung vom Schiff auf einen Tragschnabelwagen über die Schiene weiter bis zur Umspannanlage Hanekenfähr. Dort wird er am 9. März an seine endgültige Position auf ein Fundament gesetzt.
Schalt- und Umspannanlage Hanekenfähr
Die bestehende Umspannanlage Hanekenfähr ist ein wichtiger Knotenpunkt im Netz des Übertragungsnetzbetreibers Amprion.
Am Energiewendestandort Lingen, direkt neben dem ehemaligen Kernkraftwerk Emsland gelegen, wird die Anlage umfangreich aus- und umgebaut. Mit einer umzäunten Fläche von rund 24 Hektar ist sie im Endausbau fast so groß wie 34 Fußballfelder.
Der Aus- und Umbau dient der Stärkung des Netzknotens für den sicheren Stromtransport aus den Niederlanden und dem Norden in Richtung Ruhrgebiet und Süden sowie zu den Netzkunden in der Region. Zudem wird die Anlage zum Netzverknüpfungspunkt für die Offshore-Verbindungen BorWin4 und DolWin4.
Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahmen ist für 2029 geplant.