Arbeiten für Ultranet im Taunus starten

Ultranet_Taunus

Amprion beginnt im März mit der Umsetzung der Gleichstromverbindung Ultranet. 28 von 102 Strommasten im Rheingau-Taunus-Kreis und Main-Taunus-Kreis werden umgebaut. Zunächst richtet Amprion dafür die Zuwegungen zu den Maststandorten her.

Ende Oktober 2025 hatte die Bundesnetzagentur die Umsetzung der Gleichstromverbindung Ultranet zwischen Koblenz und Hofheim-Marxheim mit ihrem Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Auf der circa 77,5 Kilometer langen Strecke zwischen Koblenz und Marxheim nutzt Amprion künftig einen bestehenden Stromkreis einer 380-kV-Freileitung für den Gleichstromtransport. Neben der Anpassung der Isolatoren müssen insgesamt 37 Maste um durchschnittlich 7,5 Meter erhöht werden. Rund 80 Prozent der 226 Masten auf der Strecke können ohne bauliche Änderung genutzt werden. Neben der Rheinkreuzung bei Koblenz werden in diesem Abschnitt noch vier weitere Maste durch neue ersetzt.

„Der Bau der neuen Rheinkreuzung in Koblenz, Niederwerth und Urbar läuft seit November letzten Jahres nach Zeitplan. Nun starten wir auch im Rheingau-Taunus-Kreis und im Main-Taunus-Kreis. Die Arbeiten im Westerwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis und im Landkreis Limburg-Weilburg folgen im zweiten Quartal dieses Jahres“, erklärt Projektsprecherin Joëlle Bouillon.

Im Rheingau-Taunus-Kreis sind insgesamt fünfzehn Freileitungsmaste betroffen: In Hünstetten (3), Idstein (4) und Niedernhausen (6) werden insgesamt dreizehn Maste erhöht. In Niedernhausen und Idstein wird zudem jeweils ein Freileitungsmast altersbedingt erneuert. Im Main-Taunus-Kreis werden dreizehn Freileitungsmaste in Eppstein (2) und Hofheim (11) erhöht.

Ablauf einer Masterhöhung

Nach der Vorbereitung der Arbeitsflächen im Umfeld der Maststandorte wird das Segment zur Erhöhung des Mastes am jeweiligen Standort vormontiert und anschließend mit zwei Autokränen eingesetzt. Ein Kran hebt das Mastoberteil an und ein zweiter Kran fügt das Segment ein. Abhängig vom Bauablauf und den Witterungsbedingungen dauern die Arbeiten insgesamt circa sechs Wochen pro Mast. Nach Beendigung aller Arbeiten werden die temporär errichteten Baustraßen und Arbeitsflächen zurückgebaut.

Um die Eingriffe in die Umwelt gering zu halten, werden die Arbeiten fortwährend von einer ökologischen Baubegleitung überwacht.

Über Ultranet

Die rund 340 Kilometer lange Gleichstromverbindung Ultranet verbindet Osterath in Nordrhein-Westfalen mit Philippsburg in Baden-Württemberg. Den Teilbereich zwischen Mannheim-Wallstadt und Philippsburg verantwortet der Projektpartner TransnetBW. Mit Ultranet lassen sich künftig große Strommengen aus dem Norden in den Süden Deutschlands und umgekehrt transportieren. Rund 2.000 Megawatt elektrische Leistung kann Ultranet übertragen. Mit der Nutzung bestehender Trassen steigern Amprion und TransnetBW die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes effizient und ressourcenschonend.

Joëlle Bouillon
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Joëlle Bouillon
Leiterin Projektkommunikation