Stromnetzausbau zwischen Voerde und Rheinberg: Beginn von bauvorbereitenden Maßnahmen
Amprion beginnt ab dem 9. Februar mit den bauvorbereitenden Maßnahmen für den Bau der Stromleitung zwischen Voerde und Rheinberg. Die Leitung wird überwiegend als Erdkabel unter dem Rhein realisiert und wird eine bestehende Freileitung ersetzen.
Mit der sogenannten „Rheinquerung“ schafft Amprion eine rund elf Kilometer lange leistungsstarke Stromverbindung zwischen Voerde und Rheinberg. Die Verbindung ist der dauerhafte Lückenschluss in einem Gesamtvorhaben, das sich von der Umspannanlage Niederrhein (Wesel) bis nach Meerbusch-Osterath erstreckt. Das Vorhaben wird als Ersatzneubau einer bestehenden Leitung realisiert, um die Übertragungskapazität im nördlichen Rheinland zu erhöhen.
Um die Übertragungskapazität bis zur Fertigstellung des Erdkabels zu erhöhen, errichtet Amprion aktuell ein entsprechendes Freileitungsprovisorium zwischen Voerde und Rheinberg. Dieses wird nach Inbetriebnahme des Erdkabels zurückgebaut.
Gehölzrückschnitt und Artenschutz
Begonnen wird nun ab dem 9.2.2026 mit vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Erdkabels. Im ersten Schritt werden Gehölze zurückgeschnitten und entnommen. Eigentümer*innen und Pächter*innen werden individuell gesondert informiert. Alle Arbeiten sind mit den zuständigen Behörden abgestimmt und genehmigt.
Wie bei allen Arbeiten legt Amprion auch hier großen Wert auf den Natur- und Artenschutz. So werden die Arbeiten zu Gehölzmaßnahmen von einer ökologischen Baubegleitung betreut, die die einzelnen Gehölze vorher geprüft und freigegeben hat.
Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen voraussichtlich bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die eigentlichen Arbeiten zur Errichtung der Erdkabelverbindung sollen in der ersten Jahreshälfte 2026 beginnen. Eine voraussichtliche Fertigstellung der Verbindung ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Auf die weiteren Arbeiten wird Amprion gesondert hinweisen.
Hintergrund: Erdkabelverbindung zwischen Voerde und Rheinberg
Das EnLAG Vorhaben Nr. 14 sieht vor, die derzeitige 220-Kilovolt-Freileitung zwischen Wesel und Krefeld-Hüls im Abschnitt zwischen der Umspannanlage Wesel/Niederrhein (Stadt Wesel) und der Umspannanlage Utfort (Stadt Moers) durch eine neue Höchstspannungsleitung zu ersetzen. Die neue Leitung soll Strom auf der Spannungsebene 380 Kilovolt transportieren. Zusätzlich wird auf diesem Abschnitt eine 110-Kilovolt-Leitung mitgeführt.
Die Rheinquerung ist vom Gesetzgeber als Erdkabelpilotstrecke in das EnLAG aufgenommen worden. Amprion hatte für die Rheinquerung verschiedene unterirdische Trassen aber auch die Ausführung als Freileitung ausgearbeitet. Nach intensiver Prüfung der verschiedenen Varianten hat sich Amprion für eine Kombination aus einem kurzen Freileitungsabschnitt und einem längeren Erdkabel entschieden.