Netzentwicklungsplan.de geht online

Die Website der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, EnBW Transportnetze und TenneT TSO zum Netzentwicklungsplan ist online. Die Seite informiert ab sofort umfassend und aktuell über den jährlich zu erstellenden Netzentwicklungsplan.

Deutschlands Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt mit großen Herausforderungen. Die Erneuerbaren Energien sollen bis 2050 80 Prozent des Strombedarfs decken. Das hat auch neue Belastungen für die Strominfrastruktur zur Folge. Damit die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zuverlässig und stabil gewährleistet werden kann, müssen die Übertragungsnetze ausgebaut werden. Das Energiewirtschaftsgesetz sieht vor, dass die Übertragungsnetzbetreiber jedes Jahr gemeinsam einen Netzentwicklungsplan (NEP) erstellen, in dem "alle wirksamen Maßnahmen zur bedarfsgerechten Optimierung, Verstärkung und zum Ausbau der Netze enthalten" sind (§ 12b I 2 EnWG). Der Netzentwicklungsplan wird 2012 erstmalig erstellt.

"Deutschland braucht neue Netze für neue Energie. Wir arbeiten in öffentlichem Auftrag für alle Einwohner Deutschlands", so die vier Übertragungsnetzbetreiber. Der Netzentwicklungsplan ist ein völlig neues und zugleich zentrales Instrument der Energiewende. Daher sei seine gesellschaftliche Akzeptanz für die ÜNB in diesem Prozess absolut entscheidend. "In unseren Leitsätzen verpflichten wir uns den Prinzipien der Transparenz und Partizipation. Wir laden mit dieser Website jeden dazu ein, sich zu informieren und die Entstehung des Netzentwicklungsplans aktuell mit zu verfolgen und aktiv zu beeinflussen."

Die Informationsseite  netzentwicklungsplan.de bietet detaillierte Informationen rund um Akteure und Arbeitsschritte des NEP. Eine interaktive Grafik erläutert die Prozessphasen, Kurzporträts und weiterführende Links geben Auskunft über die Übertragungsnetzbetreiber, die Bundesnetzagentur und weitere Partner in der Erarbeitung des Maßnahmenplans. Das Angebot wird sich kontinuierlich erweitern: Neben dem Ausbau der fachlichen Inhalte, beispielsweise mit Informationen zu den Technologien oder Antworten zu häufig gestellten Fragen, wird es auf dieser Website auch die Möglichkeit geben, die eigene Stellungnahme zum Entwurf des NEP im Rahmen der Konsultation abzugeben. Die Verantwortlichen betonen: "Wir freuen uns über die Präsenz des NEP im Internet und hoffen, unseren Besuchern damit einen interessanten und informativen Zugang bieten zu können."