Netzanschlüsse: Reifegradverfahren kommt
Anträge werden künftig nicht einzeln, sondern in festen Zyklen gesammelt und gemeinsam bewertet. Dabei stehen messbare und transparente Kriterien im Mittelpunkt. „Zunächst wird geprüft, ob der Antrag überhaupt zulässig ist”, sagt Dr. Thorsten Schlüter, Leiter Generation & Storage bei Amprion. Dafür wird es Mindestanforderungen in drei Kategorien geben: Flächensicherung und Genehmigungsstand, technisches Anlagen- und Anschlusskonzept sowie wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Antragsstellers.
Netzkunden und Übertragungsnetzbetreiber haben dasselbe Ziel: Wir wollen ernsthafte Projekte schnellstmöglich ans Netz bringen.
Dr. Thorsten Schlüter
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Leiter Generation & Storage bei Amprion
Das Verfahren wird so transparent sein, dass Antragsteller schon vorher ungefähr wissen, auf wie viele Punkte sie kommen.
Marius Hombücher
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Betreuer für Industriekunden bei Amprion
Reifegradverfahren
Die Priorisierung von Netzanschlussanfragen für Speicher und Großverbraucher erfolgt nach Projektreife. Das neue Verfahren startet ab 1. April 2026 mit einer ersten Informations- und Antragsphase. Zu Großverbrauchern zählen auch Rechenzentren und Elektrolyseure.
Das Konzept der ÜNB enthält eine ausführliche Beschreibung des Verfahrens. Es findet sich auf Netztransparenz.de