Stromversorgung „Made in Niedersachsen“: Der A-Nord-Konverter in Emden nimmt Gestalt an
Im Rahmen seiner Sommerreise hat Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies die Amprion-Konverterbaustelle in Emden besucht. Von hier aus fließt ab Ende 2027 grüner Strom nach Nordrhein-Westfalen. Mit dem Konverter trägt Emden dazu bei, rund zwei Millionen Menschen mit Windenergie zu versorgen.
Trotz der Sommerferien laufen die Arbeiten auf der Baustelle auf Hochtouren. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat sich heute im Rahmen seiner Sommerreise ein Bild davon gemacht: Derzeit wird die Leistungselektronik in den letzten beiden von insgesamt vier Umrichterhallen installiert. Die Umrichterhallen sorgen dafür, den Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln. Ein weiterer wichtiger Fortschritt: In den vergangenen Wochen haben die ersten Kabelarbeiten vom Konvertergelände zum Netzverknüpfungspunkt begonnen. Mit der Fertigstellung gelangt der Wechselstrom aus den Windparks auf das Konvertergelände.
„Niedersachsen ist die zentrale Drehscheibe der deutschen Energieversorgung – und Emden ein entscheidender Standort dafür“, betont der Ministerpräsident. „Mit dem Konverter bringen wir Offshore-Windenergie aus der Nordsee zuverlässig ins Netz und in die Verbraucherzentren. Das stärkt unsere Versorgungssicherheit und treibt die Energiewende konkret voran. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie der Netzausbau zum Motor für Wertschöpfung und gute Zukunftsperspektiven in den Regionen wird.“
„Niedersachsen hat eine zentrale Rolle für die Energiewende“, sagt Amprion-CFO Peter Rüth. „Der Besuch des Ministerpräsi-denten unterstreicht die Bedeutung des Konverters für die Stromversorgung von Deutschland mit grüner Windenergie, die hier in Niedersachsen produziert wird. Mit diesem Projekt schaffen wir eine wichtige Verbindung zwischen Offshore-Windparks und dem Übertragungsnetz an Land – zuverlässig, effizient und im engen Schulterschluss mit der Region. Unser Dank geht an das Land Niedersachsen, das die schnelle Umsetzung ermöglicht und einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität leistet.“
Konverter Emden als Schlüssel für die Energiewende
Die Anlage ist ein wichtiges Drehkreuz für die Verteilung der Windenergie aus dem Norden. In Emden kommen zukünftig große Mengen grünen Stroms aus den Windparks in der Nordsee an. Über die 300 Kilometer lange Erdkabelverbindung A-Nord wird der Strom weiter nach Meerbusch-Osterath im Rheinland transportiert. Rund zwei Gigawatt Windstrom können so nach NRW gebracht werden.
Die Konverterstation Emden zählt zu den modernsten ihrer Art. Sie wandelt nicht nur Wechselstrom in Gleichstrom um. Darüber hinaus reguliert und stabilisiert sie die Netzspannung. Gemeinsam mit der Gleichstromverbindung Ultranet entsteht somit ein rund 600 Kilometer langer Windstromkorridor bis in den Süden Deutschlands. Rund vier Millionen Menschen werden so mit Strom versorgt.
Weitere Informationen zum Projekt A-Nord finden Sie auf a-nord.amprion.net.
Offshore-Planungen bei Amprion
Amprion investiert bis 2030 rund 42 Milliarden Euro in den Ausbau des Übertragungsnetzes und damit in die Energiewende in Deutschland. Dazu zählen auch mehrere leistungsstarke On- und Offshore-Projekte in Gleichstromtechnik, die Amprion bündelt. Dieser Ansatz spart Zeit, Kosten und verringert Eingriffe in die Natur und Umwelt.
Copyright und Bildunterschrift
Copyright: Amprion/Björn Behrens
Bildunterschrift: Tanja Groß, Projektsprecherin A-Nord, Andreas Korwin, Projektleiter, Peter Rüth, Amprion-CFO, Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Klaus Wewering, Leiter Netzprojekte, Matthias Arends, MdL, Tim Kruithoff, Oberbürgermeister der Stadt Emden, Dr. Daniel Eichhoff, Leiter HVDC