Karriere bei Amprion

Herausforderung Sonnenfinsternis gemeistert

Die teilweise Sonnenfinsternis am Freitagvormittag hatte auf die Regelzone des Dortmunder Übertragungsnetzbetreibers Amprion spürbare Auswirkungen. "Es war eine Herausforderung, die starken Schwankungen bei der Einspeisung von Solarstrom ins Netz während der Sonnenfinsternis auszugleichen", sagte Dr. Klaus Kleinekorte, technischer Geschäftsführer bei Amprion. "Die umfangreiche Vorbereitung mit unseren Partnern in Deutschland und Europa hat sich daher ausgezahlt", fuhr Kleinekorte fort.

Die besondere Herausforderung für die Übertragungsnetzbetreiber bestand vor allem darin, den an der Strombörse vermarktete Solarstrom während der Sonnenfinsternis durch viele flexible Erzeugungsanlagen vollständig auszugleichen. Zu Beginn der Sonnenfinsternis in Deutschland verringerte sich die Einspeisung aus Sonnenenergie innerhalb von etwa 45 Minuten von 13.000 Megawatt auf rund 6.000 Megawatt. Am Ende der Sonnenfinsternis erhöhte sich die Einspeisung auf 21.000 Megawatt - dies entspricht in etwa dem Strombedarf von rund 21 Millionen Menschen.

Die Übertragungsnetzbetreiber setzten während der Sonnenfinsternis Reserveleistung ein, um Stromproduktion und Stromverbrauch jederzeit im Gleichgewicht zu halten. In diesem Zusammenhang kamen flexible Kraftwerke wie zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerke zum Einsatz, deren Leistung sich schnell erhöhen und drosseln lässt. Darüber hinaus mussten minutenweise einzelne energieintensive Unternehmen vom Netz genommen werden. Amprion hat mit großen Verbrauchern vertragliche Vereinbarungen über so genannte abschaltbare Lasten.

"Hilfreich war, dass die Wettervorhersagen bereits gestern recht eindeutig waren", sagte Joachim Vanzetta, Leiter Systemführung Netz bei Amprion. Dadurch ließen sich die Schwankungen der Stromeinspeisung gut vorherberechnen. Dies ist aufgrund schwer vorhersagbarer Wetterphänomene wie Hochnebel vor allem bei der Prognose für Sonnenenergie grundsätzlich schwierig.

Vanzetta zieht ein positives Fazit: "Die gute Zusammenarbeit mit den Erzeugern, Stromhändlern und der europäischen Strombörse EPEX, die ausreichend Kraftwerkskapazität bereit gestellt haben, war maßgeblich, um die Auswirkungen der Sonnenfinsternis beherrschen zu können."

Die deutschen und europäischen Übertragungsnetzbetreiber informierten sich gegenseitig während der Sonnenfinsternis in ständigen Telefonkonferenzen über die Situation in den jeweiligen Übertragungsnetzen. Amprion koordiniert den Verbundbetrieb für den nördlichen Teil des europäischen Übertragungsnetzes. Das europäische Stromnetz ist das größte Verbundnetz der Welt.

Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
Telefon +49 231 5849-13785
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