Lehrreicher Insekten-Tag mit „Tauschbar“-Kindern

Umwelt
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Drei Kinder befüllen an einem bunten Tisch Eierkartons mit Erde, beobachtet von zwei Erwachsenen im Freien.
Ein heißer Tag im Dortmunder Stadtteil Westerfilde. Auf einer Grünfläche, die zu einer Hochhaussiedlung gehört, stehen Tische. Darauf liegt Material zum Basteln. Es geht – so viel sei schon verraten – um Insekten.

Hier ist der Dortmunder Standort des Projekts „Tausche Bildung für Wohnen“ zu Hause. Die Projekt-Idee ist so einfach wie überzeugend: Junge Menschen, die sich im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes/FSJ als Bildungspat*innen für Kinder aus benachteiligten Stadtteilen engagieren, können im Gegenzug mietfrei wohnen.

Ein Mädchen beugt sich vor, um auf eines von mehreren Naturfotos zu zeigen, die in einem Kreis aus Kindern auf dem Boden ausliegen.

Die Tauschbar-Kinder waren auch beim „Theorie-Teil“ eifrig dabei.

Echte Förderung heißt persönliches Engagement

Amprion unterstützt dieses Projekt im Rahmen seines Community Development-Programms. Was bedeutet das? Einmal den großen Spendenscheck vorbeibringen und sich dann nie wieder blicken lassen? So versteht Amprion seine Förderung solcher Projekte gerade nicht. „Wir möchten unsere Verbundenheit zu den Projekten deutlich machen und über die Finanzspritze hinaus Angebote an unsere Förderpartner machen, wo es sich anbietet - eine echte Kooperation eben“, sagt Teresa Paus, im Unternehmen mitverantwortlich für das Community Development.

So war es schon in Hamburg, als Mitarbeiter*innen vom dortigen Amprion-Standort für die „Tauschbar“-Kinder im Stadtteil Steilshoop einen  Aktionstag zum Thema Strom ausrichteten. Und so ist es auch an diesem Sommertag in Westerfilde. Engagierte Amprion-Mitarbeiter*innen haben sich vorgenommen, mit Unterstützung der Bildungspat*innen mit den „Tauschbar“-Kindern Insektenhotels und Seedballs zu basteln. Letzteres sind kleine Kugeln aus Erde, Ton und Samen, die einfach ausgelegt oder eingepflanzt werden, um Pflanzen wachsen zu lassen.

Neugierige Fragen schon beim Aufbau

Acht „Tauschbar“-Kinder im Grundschulalter sind gekommen, voller sichtbarer Vorfreude auf den Tag. Ein Mädchen löchert einen Amprion-Mitarbeiter schon beim Aufbauen mit Fragen, erzählt beiläufig, wie beliebt das „Tausche Bildung“-Programm hier im Viertel ist.

Bevor es jedoch praktisch wird, spricht Leonard Schwarz, Referent für Natur- und Artenschutz bei Amprion, mit den Kindern über den großen Kontext. Was brauchen Pflanze zum Wachsen? Klar, Luft, Sonne und Wasser – aber auch Insekten. Ohne Insekten keine Bestäubung, ohne Bestäubung keine neuen Pflanzen.

Es war schön zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus die Kinder unser Angebot angenommen haben.

Helen Vogt

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Amprion-Team beim Besuch der “Tauschbar” Dortmund

Aber welche Insekten gibt es, warum sind sie nützlich, wie kann man sie schützen? Zum Glück kennt sich Leonard Schwarz bestens mit der Tier- und Pflanzenwelt aus, denn mit so vielen und so detaillierten Rückfragen der Kinder hatte er nicht gerechnet. Immer wieder gehen die Finger in die Höhe, noch eine Frage, noch eine Anekdote. Gelegentlich müssen die Gäste von Amprion über eine Bemerkung aus den Reihen der „Tauschbar“-Kinder schmunzeln. Etwa, als ein Mädchen die Information, dass aus einer Raupe ein Schmetterling wird, mit dem Satz kommentiert: „Wow, das ist ein wirklich großer Glow-Up!“

Eine Frau reicht einer Gruppe von Menschen auf einem Gehweg eine transparente Plastikbox mit Saatgut oder kleinen Steinen.

Pflanzensamen wurden auf dem Schulweg der Kinder verteilt.

Pflanzensamen, damit Westerfilde bunter wird

Dann geht es doch noch ans Handwerkliche. Mit viel Eifer und ein wenig Hilfe des Amprion-Teams und der Bildungspat*innen bauen die Kinder die Insekten-Behausungen und mantschen die Seedballs zusammen. Zum Ende des Projekttages laufen die Kinder noch ihren Schulweg ab und verteilen Pflanzensamen. Sie lernen: Wir können selbst etwas tun, damit unser Westerfilde bunter wird.

Für Helen Vogt, die sich im Team der Amprion-Mitarbeiter*innen engagierte, ist die Begeisterung der Kinder der bleibende Eindruck: „Es war schön zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus sie unser Angebot angenommen haben.“