Zwischen Trierweiler und Quint: Amprion beginnt mit Demontage im Raum Trier
Der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion modernisiert
das Stromnetz im Westen von Rheinland-Pfalz. Durch die neu
entstehenden, modernen Leitungen können Bestandsleitungen
zum Teil demontiert werden. Genau das passiert zwischen Trier-
Quint und Sirzenich. Mitte August starten die Vorbereitungen.
Zu Beginn der Arbeiten wird Amprion zunächst Bauvorbereitungen
treffen. Dazu gehören Freischnittmaßnahmen an Gehölzen in
unmittelbarer Nähe der Leitung. Streckenweise werden Forst- und
Wirtschaftswege ausgebaut und ertüchtigt. An den Masten werden
Baustellenflächen eingerichtet und Zuwegungen mit
Bodenschutzplatten ausgelegt, wo dies notwendig ist, teilt das
Unternehmen mit. „Die Demontage beginnen wir am westlichen Ende
der Leitung, dem Industrie- und Gewerbegebiet Trierweiler. Danach
geht es weiter Richtung Osten, bis nach Quint“, erklärt Nancy Kluth, die
bei Amprion Projektsprecherin ist. Der Rückbau läuft dabei in mehreren
Schritten ab: Zunächst werden die Leiterseile entfernt. Dazu
verwendet Amprion Seilwinden am Boden, die in der Nähe der Masten
aufgestellt werden. „Wo die alte Leitung Straßen kreuzt, werden
entlang der Straße Gerüste mit Sicherungsnetzen aufgestellt, sodass
der Straßenverkehr während der Arbeiten normal weiterlaufen
kann. Sind die Leiterseile demontiert, werden die Masten rückgebaut,
was meist in zwei oder drei Schritten passiert, von oben nach unten“,
erklärt Kluth weiter. Amprion rechnet damit, dass Seile und Masten bis
Mitte 2027 vollständig demontiert sind.
Hintergrund: Netzverstärkung im westlichen Rheinland-Pfalz
„Die Demontage der Bestandsleitung ist möglich, weil andere,
leistungsstärkere Stromverbindungen ihre Aufgaben zukünftig mit
übernehmen. Mit der Stromverbindung zwischen Koblenz und
Bitburg und mehreren Netzverstärkungen zwischen Deutschland
und Luxemburg machen wir das Übertragungsnetz noch robuster
und leistungsfähiger“, erklärt Projektsprecherin Kluth. Die Leitung
Richtung Bitburg sei bereits zu großen Teilen ausgebaut, im Raum
Trier sollen die Arbeiten im Herbst starten.