Beim Elbtunnel von Korridor B (kurz ElbB) wird aus der Planung nun Realität: Die vorbereitenden Arbeiten haben begonnen. Im Juni startete die Baufeldvorbereitung in Wewelsfleth, in Wischhafen ging es im darauffolgenden Monat los.
Für den mehr als fünf Kilometer langen Elbtunnel rollen seit einigen Wochen die Baugeräte. Bevor es mit dem eigentlichen Tunnelbau losgehen kann, muss das Projektteam dafür die Grundlagen schaffen: etwa stabile Flächen, funktionierende Zufahrten und Platz für die spätere Baustelleneinrichtung.
Zwei Baufelder, ein Ziel
In Wewelsfleth in Schleswig-Holstein entsteht das Baufeld für den Startschacht von ElbB. Mit 540 mal 390 Metern ist es so groß wie 14 Fußballfelder. Etwa drei Fußballfelder weniger braucht es in Niedersachsen: In Wischhafen ist das Baufeld für den Zielschacht etwa 380 mal 200 Meter groß.
Die eigentlichen Bauarbeiten starten voraussichtlich im kommenden Winter. Bis dahin hat die Firma Matthäi den Auftrag, auf beiden Seiten der Elbe große Mengen Material zu bewegen: Allein für die Vorbelastung des Bodens werden circa 11.000 Kubikmeter Sand gebraucht, aus 60.000 Kubikmeter Schotter entstehen tragfähige Flächen.
Eindrücke von der Baustelle
Die Genehmigung für den vorgezogenen Baubeginn nach § 44c Energiewirtschaftsgesetz hatte die Bundesnetzagentur Mitte Juni erteilt.
Weiterführende Informationen
- Bau für Elbquerung wird vorbereitet
Pressemitteilung - Bemo Tunnelling und Östu-Stettin bauen ElbB
Pressemitteilung
Beitrag von Lisa-Shirin Raja, veröffentlicht am 21. September 2026