Rhein-Main-Link: Amprion untersucht Baugrund in der Hunte

Hauptsitz von Amprion mit geschwungener Fassade, Glasfront und wehenden Unternehmensflaggen vor blauem Himmel.

Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion untersucht für das Netzausbauprojekt Rhein-Main-Link ab der kommenden Woche den Baugrund in der Hunte. Von einer schwimmenden Arbeitsplattform – einem Ponton – aus erfolgen Bohrungen sowie Drucksondierungen an jeweils drei Stellen. Die gewonnenen Daten fließen in die Planung der späteren Flussquerung ein.

Die Untersuchungen finden zwischen den Pegeln Buttelerhörne und Hollersiel statt. An insgesamt drei Untersuchungsstellen wird jeweils eine Bohrung sowie eine Drucksondierung durchgeführt. Die Bohrungen reichen dabei bis zu 37 Meter Tiefe unter der Gewässersohle. Für die Untersuchungen auf der Hunte ist insgesamt ein Zeitraum von rund vier Wochen vorgesehen.

Baugrunddaten als Planungsgrundlage für die Huntequerung

Ziel der Arbeiten ist es, die Beschaffenheit des Bodens unterhalb des Flusses zu erfassen. Diese Erkenntnisse dienen als Planungsgrundlage für die spätere Flussquerung mit dem Erdkabelprojekt. Eine Besonderheit der Arbeiten an der Hunte sind die tidebedingten Wasserstandsschwankungen von bis zu drei Metern. Daher müssen die Untersuchungen präzise auf Ebbe und Flut abgestimmt werden.

Für die Baugrunduntersuchungen wird ein Bohrgerät auf dem Ponton installiert. Ein Mobilkran hebt dafür das Bohrgerät sowie Werkzeuge auf die schwimmende Arbeitsplattform. Anschließend bringt ein Schlepper den beladenen Ponton zu den Untersuchungspunkten. Dort sichern 13 Meter lange Ankerpfähle die schwimmende Arbeitsplattform und verhindern, dass sich diese während der Untersuchungen bewegt.
Für die Bohrungen werden die Bohrrohre durch eine Öffnung im Boden des Pontons bis auf die Gewässersohle abgesenkt. Anschließend dringen sie in den Untergrund vor, um Bodenproben zu entnehmen.

Bei den Drucksondierungen wird eine Messsonde mit konstanter Geschwindigkeit in den Untergrund gedrückt. Dabei erfassen Sensoren verschiedene Messwerte, die Rückschlüsse auf die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Bodens ermöglichen.

Nach Abschluss der Untersuchungen werden die Bohrlöcher fachgerecht verschlossen.

Mariella Raulf
Mariella Raulf
Projektsprecherin Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen