Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH verstärkt die Übertragungskapazität des Stromnetzes durch den Bau einer 380-Kilovolt-Verbindung zwischen der Umspannanlage Kruckel (Dortmund/Nordrhein-Westfalen) und der Umspannanlage Dauersberg (Betzdorf/Rheinland-Pfalz). Bestandteil des Projekts ist auch eine geplante Umspannanlage im Abschnitt C zwischen Attendorn und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz.
Amprion plant die Unterlagen für das ergänzende Genehmigungs-verfahren der Umspannanlage einschließlich ihrer Netzanbindung Ende 2027 bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, einzureichen.
Amprion arbeitet aktuell die Unterlagen mit der erforderlichen Detailtiefe aus. Ziel ist es, ein technisch sowie genehmigungs-rechtlich tragfähiges Gesamtkonzept vorzulegen und zugleich die langfristige Versorgungssicherheit in der Region zu stärken.
Im Zuge der weiteren Planung wurden in den vergangenen Monaten unter anderem ökologische Kartierungen über eine vollständige Vegetationsperiode durchgeführt. Darüber hinaus machten die komplexen Rahmenbedingungen im bestehenden Stromnetz zusätzliche technische Untersuchungen, Prüfungen und Abstimmungen und daraus resultierende Anpassungen erforderlich. Diese werden ebenfalls Gegenstand der Antragsunterlagen. Die abschließende behördliche Entscheidung obliegt der Planfeststellungsbehörde.
„Vor diesem Hintergrund und nach umfangreicher Prüfung bewertet Amprion den bekannten Standort in Junkernhees weiterhin als vorzugswürdigen Standort für die geplante Umspannanlage in Form einer gasisolierten Schaltanlage“, so Projektsprecher Andreas Lehmann. In den kommenden Wochen werden weitere Untersuchungen im Projektgebiet durchgeführt, wie zum Beispiel Baugrunduntersuchungen.
Der Grund für das ergänzende Genehmigungsverfahren ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus Juni 2024.
Zum Gesamtvorhaben Kruckel – Dauersberg
Die Höchstspannungsleitung Kruckel – Dauersberg ist ein Netzausbauprojekt zur Verstärkung des Stromübertragungsnetzes in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, bestehende Engpässe zu beseitigen, die Transportkapazität für Strom aus erneuerbaren Energien zu erhöhen und die Versorgungssicherheit in der Region langfristig zu sichern.