Bohrverfahren bereits abgeschlossen
Nach jahrelanger Planungs- und Genehmigungszeit starteten 2024 die ersten Vorbereitungen für die aufwendigen Bohrungen im Osten von Emden. Kurz darauf wurde mit dem flüssigkeitsgestütztem Rohrvortrieb gestartet. Jörg Melzer, verantwortlich für den Tiefbau in Niedersachsen, erklärt das Vorgehen: „Beim flüssigkeitsgestützten Rohrvortrieb wird eine ferngesteuerte Tunnelbohrmaschine unterirdisch vorgetrieben und dabei der Baugrund zeitgleich durch eine Spezialflüssigkeit gestützt. Diese Flüssigkeit nimmt das gelöste Erdreich auf und fördert es direkt über Leitungen an die Oberfläche ab. Im gleichen Zuge werden Vortriebsrohre aus Beton von der Startbaugrube aus Stück für Stück hydraulisch hinter der Maschine hergeschoben.“
Aufgrund der Dauer der Baumaßnahme und der unmittelbaren Nähe zu den anliegenden Wohngebieten wurde Anfang 2025 eine Lärmschutzwand aufgestellt. Mit einer Höhe von über zehn Metern übernahm sie über ein Jahr lang die Aufgabe, den Baulärm für die Nachbarschaft möglichst gering zu halten. Für den Rückbau der darunter liegenden Bodenplatten, die als Baustellenfläche dienten, musste die Lärmschutzwand in diesem Sommer wieder abgebaut werden.
Gut besuchter Infomarkt
Beim diesjährigen Infomarkt auf der Baustelle standen vor allem die jetzt noch anstehenden Maßnahmen im Fokus. „Neben dem derzeitigen Rückbau stehen jetzt noch die Vorbereitungen für den Einzug der Kabel auf der Agenda, die in den kommenden Monaten mithilfe von Schwertransportern angeliefert werden“, so Jörg Melzer.
Rund 110 Anwohnerinnen und Anwohner waren der Einladung gefolgt. „In den persönlichen Gesprächen mit den Anwohnern konnten wir erneut viele offene Fragen klären. Wir sind den Menschen hier sehr dankbar für ihren verständnisvollen Umgang mit der Baustelle“, so Tanja Groß.