Karriere bei Amprion

Feldlerchen siedeln bevorzugt in offenen Landschaften wie der deutsch-belgischen Grenzregion bei Aachen. Mit besonderen Schutzmaßnahmen sorgen wir dafür, dass die Bodenbrüter durch die Baustelle für unser Erdkabelprojekt ALEGrO nicht zu Schaden kommen.

Bei all unseren Netzausbauprojekten verfolgen wir das Ziel, die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Wo neue Stromtrassen gebaut werden, beschäftigen sich auch die Genehmigungsbehörden ausführlich mit Umweltaspekten. Sie legen im Planfeststellungsbeschluss – der „Baugenehmigung“ für eine Hochspannungsleitung – auch Auflagen zum Schutz von Flora und Fauna fest und bestimmen den Umfang gegebenenfalls notwendiger Ausgleichsmaßnahmen. Eine ökologische Baubegleitung vor Ort stellt sicher, dass die Auflagen eingehalten werden. Unser neues ALEGrO-Baustellenvideo zeigt die Vorkehrungen zum Vogelschutz.

So wird’s gemacht: Ökologische Baubegleitung bei ALEGrO


Schutzmaßnahmen für die Feldlerche

Unser Erdkabel verläuft zwischen Aachen und der belgischen Grenze durch ein bevorzugtes Siedlungsgebiet der Feldlerche. Als Offenlandbrüter finden die Vögel hier ideale Bedingungen: offene Landschaften und ebene Flächen mit niedriger, lückenhafter Vegetation, wo sie ihre Nester am Boden bauen können. In Europa ist die Feldlerche an landwirtschaftliche Flächen gebunden und legt ihre Bodennester versteckt auf Wiesen, Weiden oder Äckern an. „Um die Vögel nicht zu stören, versucht Amprion, die Baumaßnahmen möglichst außerhalb der Brutzeiten vorzunehmen. Doch das geht nicht überall, sei es aus Gründen des Bauablaufs oder des Bodenschutzes“, erklärt Joachim Weiland von der Firma ILS Essen GmbH, der bei ALEGrO für die ökologische Baubegleitung zuständig ist.

Damit die Vögel sich nicht ausgerechnet dort niederlassen, wo später Baufahrzeuge die Trasse für die Erdkabel ausheben, nehmen wir sogenannte Vergrämungsmaßnahmen vor. An schmale Pfähle gebundene Flatterbänder entlang des künftigen Baustellenbereichs sorgen dafür, dass sich die Vögel andere Brutstellen suchen. „Mit solchen vergleichsweise einfachen Mitteln können wir dazu beitragen, dass keine Nester den Bauablauf behindern und die Feldlerchen stattdessen auf Äckern und Grünlandflächen in der weiteren Umgebung brüten, wo sie durch die Bauarbeiten nicht gestört werden“, so Weiland. „Nach Abschluss der Bauarbeiten stehen den Vögeln die rekultivierten Flächen wieder zur Verfügung.“


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