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Projektbeschreibung Reutlingen - Herbertingen

BBPlG, Vorhaben 24 (Rommelsbach - Herbertingen)

Amprion verstärkt die vorhandene Stromleitung von Reutlingen-Rommelsbach nach Herbertingen: Statt wie bislang einen 380- und einen 220-Kilovolt-Stromkreis führt die Leitung künftig zwei 380-Kilovolt-Stromkreise. Die rund 61 Kilometer lange Verbindung plant Amprion als Freileitung von Reutlingen über Münsingen und Riedlingen bis nach Herbertingen überwiegend in bereits vorhandenen Trassenräumen. Insgesamt investiert Amprion rund 85 Millionen Euro in das Projekt.

Bedarf und Notwendigkeit

Die neue Leitung soll die Übertragungskapazität im südlichen Baden-Württemberg erhöhen. Zudem wurde das Leitungsbauprojekt wegen seiner grenzüberschreitenden Bedeutung in die Liste der PCI-Vorhaben der Europäischen Union aufgenommen: Es ist ein „Project of Common Interest“ – ein Projekt von gemeinsamem Interesse mit vordringlichem Bedarf. Auch der deutsche Gesetzgeber hat diesen Bedarf anerkannt und führt das Projekt als Vorhaben Nr. 24 im Bundesbedarfsplan. Zuständig für das Genehmigungsverfahren ist das Regierungspräsidium in Tübingen.

Historische Verbindung

Die neue 380-Kilovolt-Verbindung beginnt im Reutlinger Stadtteil Rommelsbach und führt bis nach Herbertingen. Die Stromleitung ist Teil der ältesten Höchstspannungsverbindung in Deutschland und schlägt die Brücke vom rheinischen Braunkohlerevier zu den Wasserspeichern in den Alpen. Im Zuge des Ersatzneubaus plant das Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg deshalb, vier historische Masten aus dem Jahr 1928 in der Gemeinde Eningen unter Achalm als Industriedenkmal zu erhalten. Alle weiteren Bestandsmasten ersetzt Amprion im Zuge des Neubaus.

Technik und Trassenverlauf

Die Leitungsverbindung wird als Freileitungsstrecke geplant. Sie soll in Reutlingen, Eningen unter Achalm, St. Johann, Gomadingen, Münsingen, Hayingen, Zwiefalten, Riedlingen, Altheim, Ertingen und Herbertingen überwiegend in der vorhandenen Leitungstrasse verlaufen. Die jetzt bestehende Leitung bauen wir nahezu vollständig ab. Die von uns auf dieser Strecke geplanten Freileitungsmasten werden eine Höhe von rund 55 Metern haben und somit im Schnitt zehn bis 15 Meter höher sein als die vorhandenen. Einzelne Masten können je nach Standort aber durchaus niedriger oder auch etwas höher ausfallen. Insgesamt reduzieren wir die Anzahl der Masten von derzeit 221 auf rund 180. Der Bau der neuen Masten ist ab dem Jahr 2018 geplant und die Inbetriebnahme der Leitung für 2020 vorgesehen.

Ihr Ansprechpartner
Jörg Weber
Jörg Weber
Projektkommunikation
Telefon +49 231 5849-12933
Mail ten.noirpma@rebeW.greoJ

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