Karriere bei Amprion

Projektbeschreibung Reutlingen - Herbertingen

BBPlG, Vorhaben 24 (Rommelsbach - Herbertingen)

Amprion verstärkt die vorhandene Stromleitung von Reutlingen-Rommelsbach nach Herbertingen: Statt wie bislang einen 380- und einen 220-Kilovolt-Stromkreis führt die Leitung künftig zwei 380-Kilovolt-Stromkreise. Die rund 61 Kilometer lange Verbindung wird von Amprion als Freileitung von Reutlingen über Münsingen und Riedlingen bis nach Herbertingen überwiegend in der bereits vorhandenen Trasse umgesetzt. Insgesamt investiert Amprion rund 85 Millionen Euro in das Projekt. Mit einem symbolischen Spatenstich in Zwiefalten-Sonderbuch haben die gut zwei Jahre dauernden Bauarbeiten im November 2018 begonnen.

Bedarf und Notwendigkeit

Die neue Leitung wird die Übertragungskapazität im südlichen Baden-Württemberg erhöhen. Auch der deutsche Gesetzgeber hat diesen Bedarf anerkannt und das Projekt als Vorhaben Nr. 24 im Bundesbedarfsplan-Gesetz beschlossen. Zuständig für das Genehmigungsverfahren und den Erlass des Planfeststellungsbeschlusses war das Regierungspräsidium in Tübingen. Die neue 380-Kilovolt-Verbindung beginnt im Reutlinger Stadtteil Rommelsbach und führt bis nach Herbertingen.

Historische Verbindung

Die Stromleitung ist Teil einer der ältesten Höchstspannungsverbindung in Deutschland und schlägt die Brücke vom rheinischen Braunkohlerevier zu den Wasserspeichern in den Alpen. Im Zuge des Ersatzneubaus hat das Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg deshalb beantragt, vier historische Maste aus dem Jahr 1928 in der Gemeinde Eningen unter Achalm als Industriedenkmal zu erhalten. Alle weiteren 216 Bestandsmaste ersetzt Amprion im Zuge des Neubaus durch 181 neue Maste.

Technik und Trassenverlauf

Die Leitungsverbindung wird wie bisher als Freileitungsstrecke realisiert. Sie verläuft in Reutlingen, Eningen unter Achalm, St. Johann, Gomadingen, Münsingen, Hayingen, Zwiefalten, Riedlingen, Altheim, Ertingen und Herbertingen überwiegend in der vorhandenen Leitungstrasse. Die alte bestehende Leitung bauen wir bis auf den Denkmal-Abschnitt vollständig ab. Die von uns auf dieser Strecke neu geplanten Freileitungsmaste werden eine Höhe von durchschnittlich 55 Metern haben und somit zehn bis 15 Meter höher sein als die vorhandenen. Einzelne Masten können je nach Standort aber durchaus auch höher ausfallen. Insgesamt reduzieren wir also die Anzahl der Maste um fast 20 Prozent. Der Bau der neuen Maste wird in sechs Baulosen parallel erfolgen, die Inbetriebnahme der Leitung ist dann für Ende 2020 vorgesehen.

Ihr Ansprechpartner
Jörg Weber
Jörg Weber
Projektsprecher
Telefon +49 231 5849-12933
Mail ten.noirpma@rebeW.greoJ

Fragen zum Projekt können Sie auch gern in unserem Dialogportal direktzu Amprion stellen.