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Rheinkreuzung Niederrhein/Wesel - Osterath

Dr. Andreas Preuß
Dr. Andreas Preuß
Pressesprecher
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27.07.2015 - Leitungen wieder in Betrieb

Die beiden Stromkreise der Rheinkreuzung sind wieder in Betrieb. In der vergangenen Woche hatte Amprion neue Seile gezogen und die Masten um gut 40 Meter gekürzt. Dafür waren die Leitungen freigeschaltet worden. Am heutigen Montagmittag, 27. Juli, ging der zweite Stromkreis wieder in Betrieb, über den anderen Stromkreis fließt bereits seit Sonntag wieder Strom.

Die Demontage der alten Mastspitzen am vergangenen Donnerstag war aufwändiger, als die Planer gedacht hatten. Dadurch verzögerte sich das Aufsetzen der neuen Mastspitzen am Freitag. Der Mast auf Rheinberger Seite war am frühen Nachmittag komplett, der auf Voerder Seite folgte am späten Nachmittag. Anschließend wurden die Leiterseile an den neuen Traversen befestigt. Dafür wurden sie mit Hilfe der beiden Autokräne angehoben. Die Leiterseile waren für den Abbau der alten Mastköpfe in rund 50 Meter Höhe provisorischen an den Masten abgelegt worden. Die Monteure arbeiteten auf am Wochenende, so dass die beiden Stromkreise nun wieder in Betrieb gehen konnten.

Die Arbeiten wurden damit vier Tage früher abgeschlossen, als ursprünglich geplant. Dies war notwendig geworden, da die beiden Stromkreise bereits heute wieder für den Stromtransport benötigt wurden.

Die Sanierung der beiden Masten der Rheinkreuzung ist damit erfolgreich beendet. In den kommenden Wochen wird nun noch die Baustelle abgebaut und das Gelände auf beiden Rheinseiten im ursprünglichen Zustand wieder hergestellt.

23.07.2015 - Seilzug reibungslos verlaufen

Projektleiter Björn Kröger und Baukontrolleur Bernd Meckenstock hatten alles vorbereitet für den Seilzug über den Rhein. Als dann um 12 Uhr der Rhein für die Schifffahrt gesperrt ist, gibt Bernd Meckenstock das Kommando, mit dem Seilzug zu beginnen. Drei Stunden haben die gut 40 Monteure auf beiden Seiten des Flusses, um die alten und neuen Seile in einem Schritt über den Rhein zu ziehen. Ihre Arbeit wird von zahlreichen Zuschauern gespannt verfolgt.

Auf Rheinberger Seite ziehen sieben Winden die Seile herüber und wickeln sie auf leere Kabeltrommeln auf. Auf der gegenüberliegenden Seite in Voerde stehen sieben Kabeltrommeln mit den neuen Seilen. Sie laufen zunächst durch Bremsen, die dafür sorgen, dass die Seile während des gesamten Seilzuges gespannt sind und nicht durchhängen.

Immer zwei Seile werden gleichzeitig gezogen. Während noch die letzten Seile gezogen werden, sind Monteure bereits dabei mit Hilfe der riesigen Autokräne die ersten Seile von den Traversen (Querträger) abzunehmen und auf etwa 90 Meter Höhe abzulegen. Denn in den nächsten Tagen werden die Mastspitzen abgebaut und durch neue ersetzt. Wenn dies beendet ist, werden die Seile an ihren endgültigen Platz auf den Masten gehoben.

Um 15 Uhr wird die Sperrung auf dem Rhein aufgehoben. Die Schiffe können wieder fahren.

Rheinkreuzung Seilzug

21.07.2015 - Radarreflektoren demontiert

Am Dienstag, 21. Juli, wurden die Radarreflektoren auf der Rheinkreuzung vom Hubschrauber aus demontiert. Das französische Spezialunternehmen Airtelis baute die 14 Radarreflektoren in knapp zwei Stunden ab. Je zwei Monteure arbeiteten auf der Plattform, die unterhalb des Hubschraubers hing. Insgesamt vier Mal musste der Hubschrauber die Monteure vom Rheinufer aus zur Leitung in gut 100 Meter Höhe fliegen. Auf der Plattform hatten nur vier Radarreflektoren neben den Mitarbeitern von Airtelis Platz. Außerdem wurden nach zwei Flügen die Monteure gewechselt. Das Unternehmen wird Mitte August erneut an den Niederrhein kommen, um dann neun neue Radarreflektoren, vier Flugwarnkugeln und etwa 60 Vogelmarkierungen anbringen.

Die Masten der Rheinkreuzung müssen wegen der weiteren zeitlichen Verzögerung des geplanten Leitungsneubaus zwischen Osterath und Wesel/Niederrhein entgegen den ursprünglichen Planungen umfangreich saniert werden.

Demontage der Radarreflektoren

20.07.2015 - Neue Mastteile vormoniert

Die Arbeiten für die Sanierung der Masten haben begonnen. Auf den Baustellen in Voerde und Rheinberg wurden in den vergangenen Tagen bereits die neuen Mastteile vormontiert. Am Dienstag, 21. Juli, werden die Radarreflektoren auf der Leitung demontiert. Dies wird vom Hubschrauber aus erfolgen.

Am Mittwoch, 22. Juli, werden die alten Leiterseile demontiert und die neuen gleichzeitig montiert. Dafür werden an den beiden jeweils vorgelagerten Masten Seilwinden aufgestellt. Freileitungsmonteure verbinden auf Voerder Seite die neuen Leiterseile mit den alten. Die Seile werden dann gemeinsam über den Rhein gezogen, der während der Arbeiten für die Schifffahrt gesperrt wird. Rund 40 Monteure werden für den Seilzug benötigt.

In den Tagen nach dem Seiltausch werden die Mastköpfe mit Autokränen von den Masten herunter geholt. Anschließend werden die vormontierten Mastteile auf die bestehenden Maste gehoben und dort von Freileitungsmonteuren montiert. Die Montage muss bis 30. Juli abgeschlossen sein. Die für die Arbeiten erforderlichen zwei 500-Tonnen-Kräne werden die Baustellen am 21. Juli anfahren. Sie kommen von der Spezialfirma Wasel aus Bergheim.

Vormontage Rheinkreuzung

Im März des letzten Jahres hatte Amprion die Planung der Neubauleitung Osterath-Wesel/Niederrhein öffentlich vorgestellt. In diesem Jahr sollte der Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt werden. Dies wird Amprion bis auf Weiteres aussetzen, da das Bundeskabinett im März 2015 beschlossen hatte, die gesetzlichen Grundlagen für den Energieleitungsausbau zu verändern.

Diese möglichen Änderungen könnten Auswirkungen auf das Leitungsbauprojekt Osterath-Wesel/Niederrhein haben, insbesondere im Trassenabschnitt der Rheinquerung. Die Planung müsste umfangreich überarbeitet oder sogar neu erstellt werden. Sobald es seitens des Gesetzgebers eine Entscheidung gibt, wird Amprion die Planungen für den Neubau wiederaufnehmen.

Die Masten wurden 1926 errichtet. Sie sind 138 Meter hoch und wiegen jeweils rund 136 Tonnen. Nach der Sanierung sind die Masten 96 Meter hoch und haben ein Gewicht von jeweils 103 Tonnen. Die Spannweite zwischen den beiden Masten beträgt 500 Meter. Es befinden sich ein 220.000-Voll-Stromkreis der Amprion GmbH und ein 110.000-Volt-Stromkreis der Westnetz GmbH auf den Masten.