Planungsstand Landesgrenze NRW - Wehrendorf

Die Genehmigung eines Leitungsbauvorhabens unterteilt sich in zwei Verfahrensschritte, dem anfänglichen Raumordnungsverfahren und dem abschließenden Planfeststellungsverfahren – der eigentlichen Baugenehmigung. Hier stellen wir Ihnen dar, wie der aktuelle Planungsstand auf dem rund 40 Kilometer langen Leitungsabschnitt von der Landesgrenze NRW bis zur Umspannanlage in Wehrendorf ist, der sich in zwei Genehmigungsabschnitte unterteilt:

Punkt Königsholz (Landesgrenze) – Umspannanlage Lüstringen

Nach einer ersten Antragskonferenz im Jahr 2013 hat die zuständige Behörde, das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, das Raumordnungsverfahren im September 2014 eingeleitet. Die Beantragung der landesplanerischen Festlegung erfolgte auf Basis der seinerzeit gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen als Freileitung. Die im Rahmen des Verfahrens eingegangenen Stellungnahmen wurden bearbeitet, eine Erörterung der Stellungnahmen in Anbetracht der Gesetzesänderung ausgesetzt.

Mit der Änderung des Energieleitungsausbaugesetzes Ende Dezember 2015 haben sich jedoch grundlegende Änderungen ergeben: Das Gesamtprojekt Wehrendorf– Gütersloh gehört zu den Pilotvorhaben, die auf eine Teilerdverkabelung geprüft werden können.

Daher haben wir auf Grundlage einer ergänzenden Antragskonferenz im April 2016 die ursprünglich eingereichten Unterlagen überarbeitet. Diese wurden Ende März 2018 zur Fortführung des Raumordnungsverfahrens bei der zuständigen Behörde, dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, eingereicht.

Im nächsten Schritt erfolgte die ortsübliche öffentliche Bekanntmachung und Auslegung der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren in den betroffenen Gemeinden sowie die Möglichkeit zur Stellungnahme. Im Zuge der Auslegung der Unterlagen haben wir Bürgerinfomärkte in Wellingholzhausen, Borgloh und Osnabrück veranstaltet.

Im September 2018 und im August 2019 fanden zwei Erörterungstermine im Kreishaus Osnabrück statt. Zu beiden Terminen hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems eingeladen.

Am 19.Februar 2020 hat die Behörde das Raumordnungsverfahren für diesen rund 20 Kilometer langen Abschnitt abgeschlossen. Vom Punkt Königsholz (Landesgrenze) bis zu einem Punkt nördlich von Georgsmarienhütte-Mündrup hat das Amt für regionale Landesentwicklung einen Korridor für eine Freileitung landesplanerisch festgestellt, der sich mit lokalen Abweichungen am Trassenraum der bestehenden 220-kV-Leitung orientiert. Für die Bereiche Placke (Stadt Melle) und Borgloh (Gemeinde Hilter) wird im Planfeststellungsverfahren auch die Möglichkeit einer Teilerdverkabelung geprüft. Von einem Punkt nördlich von Georgsmarienhütte-Mündrup bis zur Umspannanlage Lüstringen ist eine Teilerdverkabelung geplant. Die landesplanerische Feststellung und die dazugehörigen Karten sind als Download  hier verfügbar.

Aktuell planen wir die Einreichung des Antrages auf Planfeststellung und der damit verbundenen Unterlagen für das erste Quartal 2021. Zuständig für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Hannover.

Umspannanlage Wehrendorf – Umspannanlage Lüstringen

Vor dem gesetzlichen Genehmigungsverfahren haben wir gemeinsam mit den Gemeinden Bissendorf, Belm, Ostercappeln und Bad Essen sowie dem Landkreis Osnabrück im September 2014 den sogenannten Trassenfindungsprozess gestartet. Ziel war es, mit den regionalen Interessenvertretern und Bürgern genehmigungsfähige und möglichst breit akzeptierte Korridore für den Bau einer Freileitung zu finden. Der Trassenfindungsprozess wurde im Mai 2015 mit einer nicht bindenden Empfehlung zweier Korridore abgeschlossen.

Aufgrund der Änderung des Energieleitungsausbaugesetzes Ende Dezember 2015, ergaben sich grundlegende Auswirkungen auf die Vorhabensplanung, die eine Überarbeitung bereits erstellter Unterlagen nötig machten.

Anfang Mai 2019 haben wir die Einleitung des Raumordnungsverfahrens bei dem dafür zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems beantragt.

Im nächsten Schritt erfolgte die ortsübliche öffentliche Bekanntmachung und Auslegung der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren in den betroffenen Gemeinden sowie die Möglichkeit zur Stellungnahme. Im Zuge der Auslegung der Unterlagen haben wir Bürgerinfomärkte in Osnabrück und Bissendorf durchgeführt sowie Termine mit dem Infomobil in Ostercappeln und Bad Essen (Wehrendorf) wahrgenommen.

Im Dezember 2019 fand ein Erörterungstermin im Kreishaus Osnabrück statt. Zu diesem Termin hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems eingeladen.

Am 28.Mai 2020 hat die Behörde das Raumordnungsverfahren für diesen rund 20 Kilometer langen Abschnitt abgeschlossen. Es wurde ein rund 20 Kilometer langer Korridor landesplanerisch festgestellt. Zwischen der Umspannanlage Bad Essen/Wehrendorf und dem Punkt Krevinghausen (Gemeinde Bissendorf) verläuft er mit kleinräumigen Anpassungen im Trassenraum der bestehenden und abzubauenden 220-kV-Leitung sowie ab Krevinghausen, westlich an Schledehausen vorbei bis Hengstbrink. Ab Hengstbrink nach Westen über Natbergen bis zur Umspannanlage Lüstringen (Osnabrück) ist auf einem rund 8,5 Kilometer langem Abschnitt eine Teilerdverkabelung geplant. Die landesplanerische Feststellung und die dazugehörigen Karten sind als Download  hier verfügbar.

Aktuell planen wir den Antrag auf Planfeststellung und die damit verbundenen Unterlagen im zweiten Quartal 2021 einzureichen. Zuständig für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit Sitz in Hannover.