Karriere bei Amprion

Dr. Hans-Jürgen Brick

Liebe Leserinnen und Leser,

die Amprion GmbH blickt auf ein höchst spannendes Jahr zurück. Auch 2018 sind wir unserer Verantwortung gerecht geworden, unser Höchstspannungsnetz – eine für den Standort Deutschland entscheidende Infrastruktur – sicher zu betreiben und bedarfsgerecht weiter auszubauen. Amprion hat sich dabei wirtschaftlich positiv entwickelt. Umsatzerlöse und Erträge unserer Gesellschaft sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 13.893 Mio. Euro gestiegen und lagen 6,6 Prozent über dem Vorjahr. Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus der ergebnisneutralen Abwicklung des EEG-Ausgleichsmechanismus, die mit 10.945 Mio. Euro 5,3 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Ebenfalls gestiegen sind die Erlöse aus dem Netzgeschäft. Sie betrugen 2.839 Mio. Euro (Vorjahr: 2.541 Mio. Euro). In Summe erzielte die Amprion GmbH einen Jahresüberschuss von 203 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber war die im Zuge unserer Investitionen in den Netzausbau gewachsene Kapitalbasis.

Die vergangenen Monate haben wichtige energiepolitische Weichenstellungen gebracht: vom „Kohleausstieg“ bis zur Verankerung des Ziels, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern. Unser Übertragungsnetz muss diese sich wandelnde Erzeugungslandschaft zusammenbinden. Umso wichtiger ist es, dass der Netzausbau zügig vorankommt. Im kommenden Jahrzehnt wird unser Unternehmen rund 9,3 Mrd. Euro in die Verstärkung und den Ausbau seines Netzes investieren und eine Fülle von Vorhaben umsetzen.

Dr. Klaus Kleinekorte

Rund 380 Projekte haben wir 2018 vorangetrieben und dabei auch wichtige Meilensteine erreicht. Dies belegen die Spatenstiche und Inbetriebnahmen – wie etwa die des Interkonnektors Wesel–Doetinchem im September. Auch der rotierende Phasenschieber und die Umspannanlage in Oberottmarshausen, die im September in den Betrieb gegangen sind, stellen bedeutende Elemente beim Umbau unseres Netzes dar. Sie sorgen für die Spannungshaltung in Süddeutschland und sichern die Versorgung von Bayerisch-Schwaben. Exemplarisch für die weiteren 144 Leitungskilometer, für die wir 2018 eine Genehmigung erhalten haben, sei das Gleichstromprojekt ALEGrO erwähnt. Ende Oktober haben wir mit dem Bau begonnen.

Die Energiewende ist aber nicht nur eine Stromwende. Alle Energiesektoren sind aufgefordert, unseren gemeinsamen grünen Fußabdruck zu vergrößern. Amprion arbeitet deshalb mit dem Ferngasnetzbetreiber Open Grid Europe daran, die Sektorenkopplung weiterzuentwickeln. Im Rahmen unseres Projektes hybridge wollen wir die Power-to-Gas-Technologie so vorantreiben, dass sie künftig im industriellen Maßstab eingesetzt werden kann. Dazu planen wir, im Raum Lingen einen Elektrolyseur zu errichten, der ab 2023 bis zu 100 MW elektrische Leistung in Wasserstoff umwandeln kann.

Um diesen wachsenden Aufgaben gerecht zu werden, braucht unsere Gesellschaft eine stabile wirtschaftliche Basis. Die haben wir bei Amprion, wie uns die Agenturen Moody’s und Fitch bestätigt haben. Bei der jährlichen Überprüfung des Ratings haben sie Amprion mit „A3“ und „A–“ weiterhin im soliden Investment-Grade-Bereich angesiedelt. Unser positives Rating trägt dazu bei, den Zugang zu den Kapitalmärkten für zukünftige Finanzierungen zu guten Konditionen zu sichern.

Verbunden mit dem Umbau unseres Energiesystems sind für unsere Gesellschaft viele Herausforderungen, zugleich aber auch viele Chancen. Diese wollen wir nutzen – mit all der Kompetenz, der Innovationskraft und Begeisterung unserer Belegschaft. Sie ist 2018 auf 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen. Ihnen gelten unser herzlicher Dank und große Anerkennung. Und sie sind das Fundament, auf dem sich unsere Gesellschaft auch 2019 positiv weiterentwickeln wird.

Dr. Hans-Jürgen Brick

Chief Commercial Officer und Chief Financial Officer

Dr. Klaus Kleinekorte

Chief Technical Officer

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